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Jessy James

Der Bäckerei Poetry Slam im April war, es wird die Wenigsten überraschen, wieder einmal gut gefüllt mit gut Marion Zieglauergelauntem Publikum und gut vorbereiteten PoetInnen, darunter viele NewcomerInnen, viele alte Häsinnen und Hasen sowie charmante Gäste. Aber sehen wir uns die Sache doch im Detail in der guten alten chronologischen Reihenfolge an.

Marion Zieglauer eröffnete den Abend mit einer Hommage an den schMonaönen Song „O Sole Mio“, die Jury schoß dabei leider nicht, wie das Stichwort lautete, über das Ziel hinaus (10 Punkte). Der aus München angereiste Kaleb Erdmann verglich abhitlernd das Plastikland mit einem Land, das an dieser Stelle Max Veullietschlicht Schland genannt werden soll, bekam das Stichwort Metwurst sowie ein erstes Höchstvoting (16 Punkte), Mona gedachte den Lebensabschnittsmitleidern während der stichwortgebenden Erdbeerwochen (10 Punkte) und Stefan Abermann dachte sich bei sächsischen Weltereignissen Dafuq (13,5 Punkte). Gleich bewertet wurde ein dem Publikum normalerweise unter anderem Namen bekannter Slammer, der als Blamy SimoneWestside zwar trotz Johann nicht sein Paninialbum des Todes vervollständigte, den Kindern dann aber erzählen kann, dass er ihre Mutter unter einem gelben Regenschirm getroffen hat (oder so). Max Veulliet musst sich von der MüllsammelinselFelix Federwächterin Deitscher schimpfen lassen und mit 11 Punkten begnügen, Simone erläuterte ihren Hass auf Menschen und speziell Schwangozillas (12,5 Punkte). Die zweite Gastslammerin des Abends, Jessy James schrieb ihrem 13-jJakobährigen Ich eine tröstende Flaschenpost, bekam dafür aber punktemäßig (11) leider nur einen Bruchteil der Likes ihres intern schon jetzt legendären Halo-Selfies. Kundigunde hielt sich mit ihrem Tree of Life knapp (9 Punkte), während Denise Plattners Brunftschrei Lust machte auf die deutschsprachige Adaption der TV-Nackt-Datingshow „Adam zkt Eva“ (13,5 Punkte). Felix Feder führte uns schön ausMiriam, warum seine phantastische Reise durch Welt und All das Stichwort Meister Yoda bekam, entzieht sich jedoch der Kenntnis des Nachberichtschreibers. Jakob prangerte an, was die Kollegen Cornea (was ein Stichwort!), Nervenstränge und Großhirn alles aus unserer Wahrnehmung zusammenverhunzen und überforderte mit diesem schönen Text aber wohl ebendiese Wahrnehmung der Jury (10 Punkte), was ihm zumindest inhaltlich dann irgendwie auch wieder recht gab. Miriam bekam für ihr Plädoyer zur Kulanz bei Versagen am Lebensweg das Stichwort Kuchen sowie 10 Punkte bevor Haris Kovacevic die lange Vorrunde beschloss, indem er dem kleinen Michi mittels Stinkefinger mal so ordentlich beibrachte, mit welchen Lügen die Erwachsenen den Kindern das Leben und Eisessen schwer machen.

Die Wertungen legten ein 5er-Finale nahe, in dem schließlich mittels Applauswertung Kaleb Erdmann mit seinem Lobpreis der Denise Plattnereben nicht in ihrer Hässlichkeit liegenden Schönheit von Bahnhöfen, Provinzstädten und Cracksmoothies den Titel April-Champ für sich entscheiden konnte. Herzliche Gratulation! Auf dem zweiten Platz fanden sich Blamy WestsideHaris, der wegen Nokia gewiss nicht nach Afrika gehen wird und Blamy, der in HIMYM-Manier die anwesenden Singles dezent auf Blamance, Bla-Code sowie gelben Regenschirm verwies. Stefan überlegte anlässlich des Protagonisten des immer noch aktuellen „Innsbruck liest“-Buchs, wie die Weltliteratur wohl aus der Rollstuhlperspektive aussehen würde, z.B. ob Michael CrHaris Kovacevicichton Essen auf Rädern serviert hätte und Denise setzte ihre Betrachtungen der nackten Tatsachen im Fernsehen, darunter u.a. Wunderritzen fort, beide mussten sich dafür mit den unausgeklatschStefan Abermannten hinteren Finalrängen zufrieden geben.

Danach wurde noch standesgemäß gefeiert, geselfiet sowie eine anonym bleiben sollende Gästin im Schnellverfahren mittels Walzertanzen zur Österreicherin gemacht. Es verbleibt bis zum nächsten BPS am 30. Mai 2014 mit 1000 Liebe und Juhui euer Berichterstatter, Martin Fritz.

Der Sieger - Kaleb Erdmann

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