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IMG_3214So schön und so schön voll war es (und die Anwesenden) mal wieder beim BPS im Oktober, aber seien wir uns ehrlich, anderes war auch nicht zu erwarten. Gleich 14 Slammerinnen und Slammer haben nicht nur – wie am Bild zu sehen – sich und einander gut unterhalten, sondern das selbe auch euch. Da bei Textperformances ähnlich wie bei der Transititivität von Verben „auf Grund der unterschiedlichen Probleme und Schwammigkeiten selten eindeutige Urteile gefällt werden können„, war es weise, der Jury alles Urteil abzutreten, wodurch hier im Nachbericht alle Starterinnen und Starter gleichermaßen und gleichermaßen kryptisch abgefeiert werden können.

IMG_3189Benedikt Hoffmann eröffnete jedenfalls mit einem seekranken Tinky Winky (23 Punkte), Felix Feder erspähte via Endoskop Nachbars Kakerlaken-Schnitzel (22), Debütantin Elisabeth Steiner machte sich keine Sorgen mehr über Geld, Schuld und Schweine (23), Andreas Petö (kein Slam-Neuling, jedoch zum ersten Mal beim BPS) berichtete vom anderen Bart am Ende der Wurst und erreichte damit das Finale (37 Punkte) ebenso wie das Stichwort Schwanzlutschen.

IMG_3220Bei Rainer WDPs Debüt erbrach sich niemand, wenngleich es um eine Lesung mit Haschischgeruch ging (27), Myelinscheidenhenker Hans Peter Ganner betrieb Inzest mit seelenverwandten Philosophen (35), Max herzinfarkte sich durch den farblosen Winter (24), Ramona Pohn (zum ersten mal beim BPS, zum zweiten Mal auf einer Slambühne) bog mutig hinter Gittern die Stangen (32).

IMG_3229Besonderer Born besonderer Freude war Güle G. Lerchs Rückkehr auf die BPS-Bühne nach langer Pause, die er u.a. dafür nützte, der Jugend Frühformen des Genders wie PuBiDaKo näherzubringen (24). Denise Plattner müsste nur ein Hamster sein wollen, war aber ein Yolozombie (35). Der dritte Debütant Raimund Lusser botoxte eine auf Allerheiligen vorausschauende Nachrede (23).

IMG_3231phil marie bescherte mit seinem genießten Dschihad dem Publikum Genuss (25). Stefan Abermann berichtete von Herbert Prohaska und Peter Rapps ganz großen privaten Sprachfehlern und Hannes Blamayers Auszüge aus dem Tagebuch des Zombies Friedrich reichten dieser Shooping Queen fürs Finale (38 Punkte).

Im im Angesicht des fortgeschrittenen Abends zugig durchgezogenen Zweierfinale griffen beide Finalisten, also Andreas Petö wie Hannes Blamayer auf die Metaebene zurück und was hatten sie von diesem Abgesang auf die Kleinkunst? Sie mussten sich den Sieg wie den Slambeutel teilen:IMG_3248IMG_3247Wir gratulieren beiden Siegern wie allen Poetinnen und Poeten und eigentlich überhaupt allen nichtsdestotrotz und genau deswegen auf das Allerherzlichste und freuen uns bereits auf den nächsten Slam in der Bäckerei, der findet übrigens, Achtung, achtung, ausnahmsweise zu einem ungewohnten Termin statt, nämlich am Montag, den 24. November 2014.IMG_3243

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