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DSC05010Auch der Ausnahmetermin 1. April konnte das treue Innsbrucker Poetry Slam Publikum nicht davon abhalten, in Scharen pünktlich in die Bäckerei zu strömen. Ihr seid toll! Carmen und Martin stempelten und kassierten, Türsteher Rainer begrüßte und kontrollierte, Markus Köhle moderierte und DJ Martin Fritz hatte neue Jingles mit dabei.

Mieze MedusDSC04918a musste leider absagen, kommt aber ein ander Mal, auf ein Opferlamm wurde diesmal auch verzichtet und so war es an Elias, den März Poetry Slam im April zu eröffnen. Er ließ sich von den Bundespräsidentenwahlplakaten inspirieren und zog eine Kasperltheateranalogie auf. Stichwort: Zombie.

DSC04920Betty packte einen Dialekt aus, der aus Oberösterreich stammen dürfte und hatte allerhand über Contra/Pro-stitution zu sagen: Pupperl, Schwammerl, Hammelschwanz. Das haute schon ordentlich rein. Das Publikum wurde mit Schokoeiern und diversen Ostertieren beschenkt, dann betrat Dietmar Wielgosch die Bühne. Der wär so gerne an der Macht und hätte eine Praktikantin – also auch Politik und Sex – es zeichnet sich eine thematische Tendenz des Abends ab und Dietmar rauscht mit 20,5 Punkten ins Finale.
DSC04987Dann das Team BAP (Lisa & Stefan): Frühlingsgefühle, Filmliebe, Tanzeinlagen und Hoffnungsschollen im Eismeer. Der Liebesfunken springt über, Dirty-Dorfdisco-Dancing-Feeling und satte 20 Punkte – Finale. Benedikt Hoffmann praktizierte Stand Up Comedy, thematisierte Schweißflecken, Zynismus, Geheimnisse und Spezi. Käthl beklagte: Du bist nicht mehr hier! Du bist verblichen und ausgeleert worden von einer Krankheit. Das geht an den Herzbeutel! Toni wusste dann zu berichten: Er ist der Shit. Seine Versagerballade machte ihn sympathisch und ließ ihn mit 19 Punkten ins Finale einziehen.
DSC04951Klaus Lederwasch gab dem Publikum dann einen Crashkurs im steirischen Dialekt und hatte nicht nur einen Frousch oungmaht, sondern indirekt auch einen Hund auf dem Gewissen. Das Publikum ist rasend! Bisherige Höchstwetung: 21,5 – Finale. Und dann kam Physik von Lena, souverän vorgetragen von der bis dato jüngsten Teilnehmerin der 15 jährigen BPS-Geschichte. Die Pausenhofstalkerin erobert sich damit noch einen Sonderplatz im Finale.

DSC04958In der PAUSE werden von den lieben Menschen fleißig IVB-Bleistifte und Radiergummis sowie Poetry Slam Postkarten angenommen, der Büchertisch anerkennend registriert und Getränke nachgetankt beziehungsweise ausgeschieden. Alles schön und gut. Dann Finale.

Toni beginnt mit einem what-the-fuck-Ötztal-Denglateinischen durativ-ablativen Stress-mit-den-Burns-Text: talentiert und well spoken. Lena stellte sich vor. Sie ist nämlich die, die offenbar für die Bühne geboren wurde und legte noch einen alliterationsaffinen, kulinarischen Nachschlag drauf.
DSC04962Das Team BAP outete sich als AMS-Berater-Alptraum, gründete eine Religion und hatte nicht nur 12 Jünger sondern bereits 1000 Follower und nach dem Auftritt vermutlich 300 weitere. Dietmar Wielgosch ließ fast einen rosa Elefanten aus seinem Hosenstall und konnte sich ein deftiges Frühlingsgedicht nicht verkneifen und dann mussten wieder Tiere sterben. Klaus Lederwasch berichtete vom Tag an dem wir den Osterhasen aßen. Das saß und traf alle.
Klaus Lederwasch gewinnt, Team BAP wird zweiter und das Siegerbier war bald geleert. Danach gab’s fröhliches Entspannungstanzen und -trinken, das eifrig, ehrgeizig und vielzählig betrieben wurde. Ein runder Abend also, ein sehr schöner und sehr dichter.
Papa Slam Markus

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