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DSC05745Nein, nicht alle sind am Gardasee. Viele, wie immer sehr, sehr viele Menschen strömen in die Bäckerei, um beim Mai-BPS, am Freitag, den 27., mit dabei zu sein. Das ist schön. Schön auch, dass ausreichend Anmeldungen sind und auch der Workshop am Nachmittag besucht wurde. Die Stammcrew (Carmen an der Kassa, Rainer an der Tür, Martin am Stempel und am Mischpult und Markus am Mikro) freut sich, dass die Siegerin vom letzten BPS eröffnet.

DSC05642Betty hat ein Liedtitelmedley zusammengestellt, das voller Liebe ist. Das Publikum pickt sich „keep on bleeding“ als Stichwort raus und pegelt sich schon mal auf hohe 18 Punkte ein. Danach kommt Eeva Aichner aus Bruneck und fragt sich, wo ihr Platz auf der Welt ist. Sie legt ihren Text sehr philosophisch an, lässt aber auch viele Fragen offen.
Phosphen waren am Nachmittag für den Workshop verantwortlich und thematisierten das Randspringen, die Netzlöcher, das Fliegen, Fallen und Aufprallen.
DSC05664Yannick Steinkellner
reiste auf eigene Faust an, einfach weil er den BPS und die Stadt so gern hat und packte harten Tobak aus. Da gaben sich Bedeutungen die Hand und da wurde vor Liebe gewarnt. Die Menge tobte und die Jury vergab 19,5 Punkte. Dann musste Martin Fritz ran und berichtete vom gespaltenen Land. Er brauste auf, zog über Eierköpferinnen und -schäler her und erntete das Stichwort Schlumpfeis „Spargel: Es gibt nur grün oder weiß, alles andere ist Schlumpfeis“ – 18,5 Punkte. Robyn schuf eine Heldin, die zur falschen Zeit am falschen Ort war – victim of time: kill, kill, kill! Mittendrin im Krieg und nichts dafür können.
Michelle Estelle debütierte mit einem sehr sprachaffinen Text. Deklarierte sich als Vermeidungsmeisterin, fragte sich, wozu sie schreibt und schöpfte Worte, Gedanken und Sätze. Dann das Unikum Kalt-Warm-Käthl.
DSC05682Käthl gab das faule Schwein und den bösen Menschen. Sie berichtete von ihrer Gebissvorfreude und von ihrer Sockensexvorliebe und verstörte gehörig.
Silke Gruber trat die weite Reise von Hall nach Innsbruck auch wieder einmal an und war nicht minder auskunftfreudig. Spitznamentraumata der 1990er Jahre standen im Mittelpunkt und ihre Rassigkeit. Stichwort: Knut. Abschließend wirrte noch Benedikt Hoffmann durch seine fünf Minuten und zeigte sich ergriffen von der Kunst der Derwische. Das war in Summe eine grandiose Vorrunde. Es ist 22 Uhr, Zeit, die Barbelegschaft zu beschäftigen.

DSC05655Betty beginnt, Phosphen folgen, dann Martin Fritz und schließlich Yannick. Wir hören: Betty über Tinder wischen: Match me if you can! Phosphen Ginsbergs Howl neukontextualisieren. Martin 6x6x6 Listenraster einzurichten und Yannick mehr Weniger machen. Es gab Stichwörter von Muuh über Jane Austen bis Liegegeschwür und es gab einen eindeutigen Sieger des Abends. Er kam aus Graz und geht dort auch wieder hin allerdings mit einem gut gefüllten Spendensackerl. Yannick Steinkellner gewinnt den Mai BPS und holt sich nicht nur die Karotte sondern erstaunlich viele originelle Geschenke. Danke dafür.

Heute wird im Stromboli geslammt. Kommet dort hin. Da müsst ihr nicht das Champions-Fußball-Zeugs-Finale anschauen. Und im Juni gibt es ein tolles Saisonfinale mit dem Stargast Frank Klötgen.

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