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Das Innsbrucker Slam-Publikum ist seinem BPS verbunden, weshalb nicht einmal April-Schneefälle es davon abhalten konnten, die Bäckerei zu stürmen. Die Laune war da, 12 SlammerInnen am Start und man schritt zügig zur Sache:

Leo fasste wieder mal den Startplatz eins aus und fing gleich zach an zu schnack(sel)n, zwar ohne Dialekt, dafür mit Potenzial für vieldeutige Missverständnisse. Das Publikum hatte dennoch Verständnis: 16,5 Pkt.

Hauptmann war kein Gerhard, sondern auf Besuch in Innsbruck und verband sich mit dem Publikum zu einem kollektiven Wir. Menschliche 13,5 Pkt

Kevin Ruf machte Tinder für Alkoholiker und warf sich allen möglichen kühlen Blonden in die Arme. Im Publikum gab es Applaus mit Zungenschlag und 17 Punkte.

IMG_20170428_223052Martin hatte einen Text für alle Hirnwichser im Internet, geliket hat es aber nicht nur der Abermann, sondern auch die Jury: 20,5 Punkte und erster Kandidat für’s Finale!

Emil rollte auf fremden Rollen Richtung Liebe und gab einen inneren Monolog mit besonderen Bedürfnissen zum Besten. Ebenfalls 20,5!

Lara war das erste Mal dabei und ließ gleich alle Kokone aufgehen, um uns Schmetterlingen Flügel zu verleihen: Erhebende 14,5 Punkte.

Dann kam unser Schweizer Gast Michael frei, der zwar eine unglaubliche Durchfallquote hat, aber sich auch an den kleinen Dingen erfreuen kann. Die 21 Punkte dürften ihm daher Freude gemacht haben. Höchstwertung!

Bernhard ließ Leo auf den Campus gehen, um dort in ein Tal der Schmerzen zu krampussen (was wiederum in Tirol ein Verb ist). 19 Punkte!

Käthl poppte sich durch eine Tracklist der Liebe. What is Love? Zumindest 19 Punkte und ebensoviele Hüftschwünge.

Anna-Lena Obermoser schloss daran nahtlos an, hatte einen kleinen Arschloch-Text dabei, der Liebe durch Hass ersetzte: 17 Punkte.

Slammy-Granny Tina hob den Alterschnitt mit einem Augenzwinkern, war aber sehr nett und bekam deshalb vom Publikum ein Kompliment: 16,5 Punkte.

Als letzte in der Vorrunde war Ramona mit Kabbala und einem Golem unterwegs: Wahrheit ist nur einen Buchstaben vom Tod entfernt, und auch die Geschichtsschreibung hat ihre Tücken. (Das gilt leider auch für die Punktezahl, die leider in meinen Unterlagen untergegangen ist.)

Danach war Pause, die Bar brummte und das Publikum freute sich. Es war zwar eine lange Vorrunde, die aber keine Längen hatte. Im Herzen gab es daher zwölf Sieger und Siegerinnen, aus Gründen der Dramatik entschied (aber)man aber auf ein Dreier-Finale:

Emil (Mr. Schon-wieder-im-Finale) ließ seinen Opa gegen Ausländer wettern. Martin machte alpine Letztversorgung und Michael Frei gab der Stille und dem Tun den Vorzug vor dem bloßen Gerede von die Rettung der Welt.

Die Entscheidung war knapp, aber eindeutig: Michael gewinnt vor Emil und Martin! In den Herzen knallten die Korken und die Tiroler-Bier-Flasche. Wir sind immer noch schwindlig vor Freude und erwarten bereits den nächsten BPS, am 26.5.17.IMG_20170428_224748

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