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Die Sommerpause ist vorbei und der Bäckerei-Poetry-Slam meldete sich dienstfertig zurück um Innsbruck mit neuen Texten zu beschallen. Bei der ersten Ausgabe der Saison hatten sich vor allem viele neue Gesichter angemeldet, was Moderator Abermann glücklich machte und die Vorfreude erhöhte. Neun KandidatInnen waren es insgesamt, alles war angerichtet.

Nach dem traditionellen Opferlamm ging es gleich zur Sache: Daniel erzählte von etwas, das eigentlich etwas anderes war, hängen blieb dennoch das Stichwort „Sex“ und 17 Punkte.

Edi studiert bald Chemie und zeigte, dass schon jetzt die Chemie zwischen ihm und dem Publikum stimmt – zwischen Deutsch-Fern-seh-Kurs und Schwarzenegger gab es 16,5 Punkte.

Auch Sophie debütierte mit einem Märchen über den Wahnsinn und einem filmreifen Bösewichtslachen. Der Wahnsinn gewann über „Jüngling“ und „Liebe“ und Sophie holte 18,5 Pkt.

Dann kam Gästin Fanny Famos aus Wien und rief mit mundartigem Unbehagen zum Handeln gegen Gewalt gegen Frauen auf. (24 Punkte)

Silvia begab sich ins Zwiegespräch mit dem Leben und lebte vor, dass man sich mit dem Leben auf sehr einfache, aber gewinnende Weise gutstellen kann. Saure Kirschen sollen andere essen, Silvia holte 16 süße Punkte.

Robyn begab sich ins Spiegelkabinett der Eitelkeiten, gab  sich anderen in die Hand und fand sich schließlich selbst mit 23,5 Punkten.

Kathrin beschwor Baudelaire herauf und berauschte sich: Il faut toujours être ivre ! Bei Baudelaire waren es noch Wein, Poesie und Tugend, Kathrin fielen aber noch ein paar andere Möglichkeiten ein, die sie zu einem Cocktail von 21 Punkten vermengte.

Emil hat Probleme mit der Schule und ging mit Marie einen Bildungsleidensweg, der ihn mit 24 Punkten ins Finale führen sollte!

Den Abschluss bildete Bastian Vogel, der die Liebe zur Seuche machte und einen Rosa Elefanten im Raum stehen hat, über den man ruhig reden darf. Schau, wie lieb der den Rüssel hält! Höchstwertung von 26 Punkten!

Das Publikum trompetete danach vor Glück und trampelte an die Tränke, um die Rüssel in süße Säfte zu tauchen, kehrte aber schon bald zurück. Drei Menschen waren im Finale und alle drei legten sich nochmal mächtig ins Zeug, um das Siegerbier zu erringen.

Emil stimmte eine Single-Hymne an und sehnte sich nach jemandem, mit dem er den Lattenrost durchbiegen könnte. Fanny bestieg eher Berge, und offenbarte, dass sie einige Eigenschaften der Tiroler bereits übernommen hatte. Bastian wiederum machte einen auf Familienvater, der im Nachtleben seiner Tochter wildert und dort den inneren John Travolta findet. Der Slam bekam dadurch einen Schuss Thursday Night Fever und bei der abschließenden Applaus-Abstimmung wackelten die Wände: Den Sieg holten sich ex aequo Emil und Bastian, aber gewonnen haben irgendwie alle, die dabei waren und diesen liebenswerten Abend genießen konnten.

Wir sehen uns hoffentlich wieder! Spätestens am 27.10.17, in der Bäckerei.

 

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