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Die männliche Form ist in diesem Fall korrekt. Der Andere hat gewonnen, er hieß nicht Leo, nicht Björn, nicht Stefan. Er hieß Bernhard und war der ANDERE. Das hat die Publikumsinteraktion so gewollt und das lässt sich hier, im Nachhinein, schwer erklären, war aber schön. Es war überhaupt schön. Vielleicht nicht für die, die um 19Uhr40 vor ausverkauftem Haus in der Schlange standen und auf Montag vertröstet werden mussten – da wird nämlich „Slam, Oida!“ in der Wagner’schen präsentiert. Aber für alle anderen war es ein schöner Slam. 13 Poet*innen am Start, drei im Finale. DJ Toni an den Reglern, Julia und Martina an Kassa, Tür und Stempel. Alles lief glatt und das Publikum musste nur zweimal ojehhen, hat es natürlich aber öfter gemacht, weil halt interaktionsfreudig (siehe oben).

Nestor begann mit Wahlgesang. Bernhard ließ die Erde auf die Welt kommen. Felix rappte von einer Schädeldeckenobstschale. Stefan Abermann ging narrische Schwammerl suchen. Dane vergab 100 Punkte für einen Schuss in ihr Herz. Katrin ohne H berichtete vom Kastelruther Spatzen Fest. Leo wetterte wider den Klimawandelwahn. Ramona führte den schwarzen Hund Depression aus. Toni hätte eigentlich alles lieber gemacht, als als DJ und Slammer an diesem Slam mitzumachen. Silvia ließ Schnurri die Herzen heilen und verteilte Rumkugelkuchen. Daniel ließ Katja vor der Tür erfrieren. Sandra schrieb die Politik um und neu und Daniel outete sich als Scheißreisender bzw. Lidl-Lasagne. Das war alles ganz schön viel und ganz schön abwechslungsreich. Leo, Bernhard und Stefan schafften es ins Finale.

Was im Finale geschah, sei hier nur kurz zusammengefasst. Stefan verlas einen zensurierten Text (nein, ich verraten nicht von wem zensuriert und für wen verfasst). Leo ließ mich Sofas zeichnen (wurden eher eine Mischung aus Toastbrotscheiben und Tortenstücken) und Bernhard zeichnete zwar eine düstere Zukunft, eroberte sich damit aber die Herzen aller, nicht nur der anderen.

Bernhard vor Stefan und Leo. Im Siegersackerl allerhand Schönes. Wie gesagt: Es war ein schöner Slam schreibt: Euer Papa Slam Markus Köhle

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