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WM in Seefeld, Slam in der Bäckerei, zwar haben die Studis noch frei, doch scheinen schon wieder alle in der Stadt zu sein, denn um 7 zieht sich eine Slam-Fan-Schlange bis raus vor die Tür und der Straße entlang. Schön. Publikum schon mal wieder perfekt und die Slammerinnen und Slammer stehen dem natürlich um nichts nach.

Anja macht die Jingles, Rainer den Türsteher und Carmen an der Kassa später dann auch die tollen Fotos, vielen Dank an das ganze Team!

Rebecca Heinrich präsentiert sich zum Auftakt als Räubertochter immer noch. Steh auf Mädchen, öffne dich, fordert sie und wünscht: mach aus deiner Angst Poesie. Das ist ein idealer Start, ein guter Text, um alles Weitere daran zu messen.

Achsojawurst – das Team bestehend aus Sandra & Leo – hinterfragen Rollenbilder eines gleichgeschalteten Durchschnittspärchens und Bügelbrettspiele brennt sich als Stichwort ein.

King of Queer ruft auf zur Wortschatzerweiterung und hat gleich eine ganze Liste an Wörtern parat, die frauman einsetzen kann, um nicht hier nicht mal Genanntes verwenden zu müssen. Dafür erntet er die erste Welle des Abends. Oh ja, Wörter haben Einfluss.

Laura Hybner beackert in ihrem virtuellen Vorstellungsgespräch die sozialen Medien von Insta über WhatsApp (Scheiß Verräter!), Tinder und Facebook um dann im real life anzukommen.

Stefan Abermann tischt uns die Uni Mensa auf und macht daraus die Mensa Uni, will heißen, mit der Uni geht’s den Bach runter. Da hilft kein Drittmittelteller, mit der Währung ECTS ist frauman dem Bankrott geweiht.

Katrin ohne H weiß: Rot ist eine warme Farbe. Der Text ist durch und durch rot und erotisch und am Ende wunderbar Französich. Ja, wer frei sein will, muss lieben! Rein in die Armbeugenheimat Habibi.

Mike Hornyik fühlt sich gelegentlich erwachsen und diese Momente häufen sich neuerdings, er ist noch nicht reif für die Jack Wolfskin Bauchtasche und auch kein rudelpubertierender Paradiesvogel mehr aber Barkeeper, Bademeister und Powi-Bachelor. Das reicht fürs Finale.

Silke Gruber stellt dem Geist von Karl Lagerfeld Fragen zum Leben und schlüpft dabei in die unterschiedlichsten Rollen. Die Antworten Karls sind noch rar und in rätseln und der Grat zwischen Espresso macchiato und Saurer Wurst bekanntlich schmal. Gut georakelt Silke!

Bastian Vogel ist der Überzeugung: Sarkasmus hilft! Außerdem helfen die drei Hs: Herz, Hirn, Humor und Geld. Und schön, dass frauman mit Hardcovers im Bücherregal noch Eindruck machen kann. Knapp an der Welle vorbei aber im Finale!

Tony Falcony lässt das Publikum den Rhythmus klatschen, strapazierte Zeit, Regeln und Nerven aber „Baby so is Lebn“. Somit kommt das gesamte Spektrum der Jurynoten in dieser Vorrunde zum Einsatz und Achsojawurst, Mike Hornyik, Bastian Vogel und King of Queer bestreiten das Finale.

Machen wir es schnell: Achsojawurst lassen einen Alien landen und verwenden schöne Wörter wie Leberkäskrapfen und Fidget Spinner. Mike Hornyik beklagt sich über all die Liebe, die er als Kind von seinen Eltern kriegte, was zu seiner Slam-Rebellion führte. Bastian Vogel zückt drei arge Gedichte, die aber schon auch fett sind und vielleicht hat er den Wal bereut. King of Queer schließlich beschäftigt sich mit der Männlichkeit und hinterfragt all die Rollenbilder (was ein guter Abschluss und fast eine ideale thematische Klammer ergibt, weil Achsojawurst in der Vorrunde ja das Pärchenverhalten aufblattelten).

In Summe alles mehr Kotflügel als Geflügelkot. Es geht ans Klatschen. Achsojawurst und Bastian Vogel teilen sich den dritten Platz und belohnen sich mit einer Kerze und dem zarten Duft von Rampenlicht. King of Queer nimmt einen Hasen und Heidelbeermilch mit nach Linz und die gut gefüllten Slambeutel und das Siegerbier wandern in die Hände von Mike Hornyik und in der Folge dann nach Wien.

Danach wird noch ein wenig gezappelt (andere sagen line-dance dazu, Danke Coach Stefan), gewuzelt (Bravo Leo) und getrunken (Danke ALLE). Papa Slam ist very amused.
Juhui

m,

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