Wenn man mich fragte, wie denn der Bäckerei-Slam im Februar war, würde ich antworten: So, wie eben der Bäckerei-Slam ist. Denn es waren wieder einmal alle Dinge vertreten, wegen denen diese Veranstaltung für viele von uns zum zweiten Wohnzimmer geworden ist: Tolles Publikum, Hammer-Stimmung und PoetInnen und Texte aus allen Windrichtungen.

8 PoetInnen waren angetreten um den Spendensack zu erobern, Aushilfsmoderator Abermann ballerte einen Opferlamm-Text ins Publikum und dann ging es los.

Bernhard musste anfangen und feierte Silvester, gemeinsam mit einem prügelnden Jürgen und seinem Freund Merlotttt. Ein zacher Blauer war das und bekam 13 Punkte.

FP1000416isch aus Linz erzählte ein österreichisches Musikmärchen über Clara, Luzia und den schiachen Zauberer Gabalier. Diese Quetschn war 16 Punkte wert.

Neuling Noemi offenbarte danach ihre masochistische Ader und plauderte aus dem LehrerInnen-Nähkästchen. Deutsch kann jeder, das wissen wir jetzt. (12 Pkt.)P1000420

Dann kam der Gangsta Toni, der aufzeigte, dass selten was Besseres nachkommt. Sheesh! Aber 13,5 Punkte waren es dann doch.

SP1000423tartnummer 5 war allein auf der Bühne, aber doch viele: Alex ging auf eine Odyssee mit sich selbst und schrieb sich selbst Briefe. „Pass ich mal auf!“, kann man nur sagen, vor allem beim Stichwort „Zigarre“. Mit 17 Punkten zog er bei seinem ersten Antreten gleich ins Finale ein.

Kathrin krempelte danach die Ärmel bis zur Schulter hoch und rief beherzt zum Handeln auf. (13 Punkte)

Auch Max gab sich nachdenklich, ließ die Uhr ticken, den Kopf überlaufen und war kontrovers in Convers unterwegs. Mit 16 Punkten marschierte er dann auch ins Finale.

Den Abschluss der Vorrunde machte dann Alex Simm aus Konstanz, der uns mit seiner alkoholgetränkten Ballade von der Bordsteinschwalbe Olga gleich den Weg zur Bar wies. Ex, sonst wird das Zeug noch schlecht! Aber mit der höchsten Punktezahl aus der Vorrunde zog er nicht nur in die Pause, sondern auch ins Finale ein.P1000500

Dort wurde dann nicht nur mit Applaus abgestimmt, sondern auch die Stichworte in der Manier des abwesenden Slampapi Köhle gezeichnet. Max ließ also einen Schmetterling fliegen, dann klopfte Fisch ein österreichisches Schnitzel durch, Alex Meixner ließ eine vegane Taube starten und Alex Simm wiederum kotzte den Flausch eines Einhorns in hohem Regenbogen ins Publikum.

P1000490Und damit ist wieder bewiesen: Das Einhorn gewinnt immer! Alex Simm sicherte sich das Siegerbier und die freiwilligen Spenden-Säcke die diesmal tatsächlich prall gefüllt waren (*Insider-Witz).

Schön war’s. Und frei nach Alex kann man sagen: Kommen wir doch wieder.

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