Winter, Wetter, BPS

Der BPS ist gut ins neue Jahr gerutscht und eröffnet am 25.1.19 wieder einmal das himmlische Tor der Bühnenliteratur. Wer purzelt hervor?

Ksafa kommt als Gast aus Wien, Dezember-Titelverteidigerin HierkönntemeinNamestehen ist als Local-Feature dabei und verstärkt werden beide wie immer von bühnenhungrigen Damen und Herren, die sich auf der offenen Liste bis 19.30 Uhr eintragen können. Die Regeln sind altbewährt: 5 Minuten Bühne, keine Requisiten, dafür das beste Publikum der Welt.  

Moderiert wird vom Schneemännchen Stefan Abermann und die Musik kommt wie immer von Martin Fritz.

Zum Facebook-Event.

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Post-zahnärztliche Schlagerhits, Binge-Watching und Abrissbirnen kämpfen gegen die Elemente – das war der BPS im Dezember

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IMG_1038Überraschen tut es uns zwar nicht, freuen aber immer noch: Das BPS-Publikum lässt sich auch im Dezember von Glühwein, Weihnachtsfeiern und Grippewelle nicht davon abhalten, zahlreich, pünktlich, gut gelaunt, geschneuzt und gekampelt in der Bäckerei aufzuschlagen und die gewohnte festliche Kulisse für unsere literar-sportlichen Wettkämpfe zu bilden, für die schon wieder so viele Anmeldungen vorlagen, dass gelost werden und Pipone, Katron ohne H und Sandra aufs nächste mal (Fixstartplatz) vertröstet werden mussten.

Silke, die bereits als Türsteherin Carmen an der Kassa unterstützte, startete außerhalb der Wertung als Opferlamm und erklärte, warum Kater und zu Kindern machen. Hier könnte mein Name stehen eröffnete dann den Bewerb mit einer Verarbeitung ihres Binge-Watchings, das sie fast daran hinderte, das (Breaking) Bad aufzusuchen. Sarah setzte nach mit einer Parabel übers Fliegen, bevor Sebastian Mende die eingeschlagene Richtung in Richtung interstellaren Handel weiterverfolgte.

IMG_1014Käthl berichtete mit der Performance-Wucht einer Abrissbirne von Situationen, in denen es sie ob der viel zu zachen Zachheit fast zerreißt, während Lukas wie von seinem Lehrerberuf gewohnt ein Diktat hielt, vor dessen orthographischen Spitzfindigkeiten wohl nicht nur der Nachberichtschreiber  bangt (Stichwort Syphilis).

IMG_1022Cenet Weisz schleichwarb für das und-Heft, in dem er eine oscarverdächtige Kurzgeschichte untergebracht hatte, was von Stefan Abermanns bzw. dessen Hauptfigur Herrn Hubers Kampf gegen die Elemente gefolgt wurde.

IMG_1024Edi Ilic passte sich thematisch der Jahreszeit an und berichtete von Weihnachtswichteln, bevor Roswitha post-zahnärztliche Schlagerhits ins Rennen schickte und Ines Strohmaier vor der Pause noch einmal die ganze Bühne nützte.IMG_1033

IMG_1029Diese wiederum (die Pause, nicht die ganze Bühne) wurde genützt um zweifelsfrei zu eruieren, dass ein Vier-Personenfinale zum Einsatz kommen sollte, um die*den letzte*n BPS-Champ*ioness des Jahres 2018 zu küren.

IMG_1056Um es kurz zu machen: Hauchknapp setzte sich in diesem Hier könnte mein Name stehens Prosopagnosieapologie vor Käthls Wetternbericht, Roswithas Selbstgespräch und Stefan Abermanns Landpartie durch. Wir (und allen voran ihr Nachberichtschreiber und Moderator der Herzen Martin Fritz) gratulieren der Siegerin und allen Teilnehmenden sehr herzlich und verbleiben mit bis zum nächsten BPS, der am 25. Jänner 2018 über die Bühne gehen wird!IMG_1053

Packt eure Schneefräsen- und Auswurfkamingedichte ein und kommet zuhauf

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Der 21. Dezember ist zwar nicht der letzte Freitag im Dezember, aber er ist BPS Tag. Heute ist mit allem zu rechnen. Weihnachtstexte sind erlaubt, aber kein Muss. Weihnachtsmännermützen dürfen von Frauen und Männern getragen werden und sind heute kein Requisit.
Martin Fritz wird moderieren. Irgendwer wird jinglen. Alle, die letztes Mal nicht gezogen wurden, sind heute fix dran. Der Slambeutel freut sich über originelle Mitbringsl. Locals die Menge sind am Start und ihr hoffentlich mit dabei.
Beginn: 20 Uhr; Einlass: 19 Uhr; Eintritt: 5 Euro

Wir freuen uns auf euch, Juhui
Euer BPS-Team

Mehr als wertvoll und speziell: bäckereipoetryslammig!

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Ja, das Innsbrucker Publikum hat den Slömy in der Kategorie Bestes Publikum wirklich verdient. Bereits vor 19 Uhr wird sich schön angestellt und um 19Uhr23 ist die Hütte dann voll. Einen Poetry Slam vor der angekündigten Zeit zu beginnen, ist nicht ganz gewöhnlich. Aber alle da, alle bedient, alle gut gelaunt. Es kann losgehen und geht los mit Opferlamm Elias Hirschl. Das ist ein schöner Start mit unendlich vielen Affen an unendlich vielen Schreibmaschinen. Stichwort: Star Trek. Jury geeicht. Startnummer 1: Katrin ohne H. Sie gibt ein Sozialdrama mit Vater-Tochter-Konflikt und eindringlichem Dialekt: Gänsehautmomente!
Noemi macht im Bus eine Raritätenentdeckung: ein Lesender, ein in einem Buch lesender Mensch, das ist Insta-reif!
Silke Gruber präsentiert familiär genährte Metzger-Lyrik und den passenden Wochenspeiseplan dazu. Es hämmert dumpf, dazu wird lecker Fleischsaft serviert. Ein Text, so fett wie frisch gegrillter Bauch! Yammi.
Wolfgang verschreibt sich den Weltbildern und spannt einen Bogen von Kopernikus bis AMS, von Erdumlaufbahn zu Hamsterrad. „Es gibt keine absolute Zeit“, sagt er exakt nach 5 Minuten.
Mit der Nummer 5 dann das Team Achsojawurst (Sandra und Leo). Ein Eintagsfliegen- und Legewesen-Drama inklusive Veganer-Bashing: „Du vermehrst dich nicht, du pflanzt dich fort.“ Höchstwertung und erste Welle des Abends.
Seinen ersten Auftritt in der Bäckerei absolviert Florian: Über Snap-Chat, Facebook und Insta schreibt er, der Imster. Über Mobbing und Meinung, Depression und Alkoholmissbrauch. Florian bricht eine Lanze für die Toleranz und kommt hoffentlich wieder.
Emil Kaschka reimt „lass das Mädl ziehn“ auf „Medizin“ und das funktioniert ganz prächtig. Vom Verlassenwerden und Loslassen wollen, vom Lieben und Sterben – ebenfalls Finaleinzug!
Huei nützt ihre Zeit, um ihre Musikleidenschaft zu thematisieren. A wave of energy… it’s beeing here and now… passion das Stichwort.
Martin Fritz macht was mit Büchern. Er unterstreicht nicht nur, er kommentiert, bekrümelt und kaffeebefleckt, ja, er belebt ausgeliehene Bücher und ruft aktiv dazu auf, Bücher durch den eigenen Lesartakt zu bereichern. Nächste Welle!
Janea Hansen schließlich hat auch einen Appell: Atmen Sie ruhig! Was angesichts der politischen Tolldreistigkeiten ja mehr als schwierig ist. FPÖVP Stuss aller Orten und dann auch noch dieser Pferdewahn! Und noch eine Welle und Emil, Achsojawurst, Martin und Janea im Finale.

Emil Kaschka beginnt mit Linienbus-SM-Liebesbriefen und outet sich als Hinterkopffetischisten. Martin Fritz vermutet, dass das so wohl nichts mehr wird mit diesen Kommunikationsproblemen, Queernessdefinitionen und popkulturellen Referenzen. Janea „damn bin ich cool“ Hansen hat die Nase voll vom Mansplaining und sexistischer Kackscheiße und will nicht dauernd was beweisen müssen und Achsojawurst schließlich stimmen uns auf den Advent ein, sprechen aber eigentlich über soziale Kälte, Obdachlosigkeit und einem entsprungenen Ross (Leo ist ein guter Schnauber!). In Summe war das alles sehr wertvoll und speziell. Der Slambeutel war reichhaltig gefüllt und am Ende erntet Emil den größten Applaus und gewinnt den November-BPS.

Danach schwofen, schmusen, heloen! Klassisches Afterslamprogramm. Dank an alle (auch die 4 nicht Gezogenen: Sarah, Cenet Weisz, Stefan Abermann, Alpha One – Fixstartplatz beim nächsten Mal), spezieller Dank an Carmen (Kassa, Fotos), Silke (Tür), Martin (DJ, Stempel). Schön war’s, meint Papa Slam Markus Köhle

End of Novembersause

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Der Freitag, der 30. November wird ein guter gewesen sein. Erstens ist es der letzte Tag im November. Zweitens ist es der Tag des vorletzten Bäckerei Poetry Slams 2018. Drittens haben sich drei tolle Gäste dafür angesagt. Viertens werde ich diese hier bald verraten. Fünftens find ich es einfach super, eine Veranstaltungsankündigung im Futur 2 zu verfassen. Wer würde das schon jemals so gemacht haben? Eben.

Der BPS ist anders. Anders gut und überhaupt, was soll frauman am Freitag, den 30. 11. 2018 denn auch sonst schon machen, als in die Bäckerei strömen, um dort beispielsweise den Worten von Janea Hansen zu lauschen, oder sich an die Lippen von Emil Kaschka zu hängen, oder aber auch sich von Elias Hirschls Textwucht umwummsen zu lassen, oder sich freuen, über all jene, die sich mutig auf die offene Liste setzen.

Alles würdig und möglich beim BPS am Freitag, alles auch möglich am Tag danach im famosen Stromboli in Hall. Alles also fast so wie immer.
Markus Köhle moderiert, Martin Fritz macht den DJ. Anmelden bis 19:30 vor Ort.

Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 5 € (Spenden fürs Sieger_innensackerl erwünscht)
Beginn: 20 Uhr

Es freut sich das BPS Team
i. V. Papa Slam m,

Stadtbibliothek-Slam

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Foto (c) Carmen Sulzenbacher

In der neuen Stadtbibliothek (Foto (c) Carmen Sulzenbacher)

Die Stadtbibliothek Innsbruck bekommt ein neues Zuhause und das gehört gefeiert – mit einem fetten Eröffnungsprogramm, zu dessen vielen Highlights auch ein Poetry Slam am Samstag 10. November 2018 gehört: Martin Fritz, Sarah Anna Fernbach, Elias Hirschl und Team KHB präsentieren neue Texte zum Thema „Bibliothek“. Aber auch auf der offenen Liste ist Platz. Also kommt, kommt, kommt! Um 19 Uhr geht’s los!

BPS-Publikum ist offiziell das beste!

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Slömy bestes Publikum 2018 für den Bäckerei Poetry Slam

Was wir euch vom Ö-Slam, den österreichischen Meister*innenschaften im Poetry Slam, die gerade in Klagenfurt stattgefunden haben, noch unbedingt erzählen müssen: Das Bäckerei-Poetry-Slam-Publikum hat den Slömy (= der Oscar der Slamszene) für das beste Slam-Publikum Österreichs gewonnen! Wie verdient das ist, wissen wir eh alle, die wir einander bald wieder im Bäckerei-Hexenkessel sehen werden. Und bei diesem Publikum wundert es auch nicht, dass sämtliche Starter*innen aus Innsbruck in Klagenfurt das Finale erreichten, Emil sogar den dritten Platz erreichte und Käthl einen Slömy in der Kategorie Performance gewonnen hat. Wir sind sehr stolz und gratulieren euch und uns selber sehr herzlich!

Oh mein Gott dieser Eierlikör

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Um 19 Uhr 20 ausverkauft! Das ist neuer Rekord. Sorry, dass wir 100 Menschen heim schicken mussten, aber voll ist voll und voll war gut für alles. 10 Poetinnen und Poeten. Nationalfeiertag und gleichzeitig Ö-Slam in Klagenfurt. Eine große Abordnung von Slammerinnen und Slammern aus Innsbruck ebendort (und sehr erfolgreich: Käthl, Emil Kaschka und Stefan Abermann ins Finale durchmarschiert), Herbstferien und ein allerletzter wunderschöner Herbsttag – dennoch: Der Bäckerei Poetry Slam war the place to be. DANKE!

Wir verzichteten auf ein Opferlamm, Ramona Pohn sprang mit Nummer 1 ins bereits gut gewärmte Wasser, badete in der Menge mit einem Uteri-Text, hielt fest: Mamas mag niemand und lieferte damit ein lupenreines Anti-Muttertagsgedicht – sehr schön. Carmen legte ihren ersten Auftritt hin und lässt die Irritation auf die Konfrontation treffen, Chaoskaskaden hüpften mit Frischfroschschlüpflingen um die Wette – komm bitte wieder! Mit der Nummer 3 Bastian Vogel, er betet Materia an, will – Oh, mein Gott dieser Himmel – in eben jenen und fragt sich, wie zur Hölle er seinen Heiligenschein kriegt. Der war fern aber die Höchstwertung und einzige Welle des Abends war absolut drinn – Finaleinzug! Auch die Nummer 4 – Johannanas – war ein Slam Newbie und brach sich für uns Rippe für Rippe, denn sie kriegt nie ge-Nugat, sie gesteht ihre Schokoladesucht, kommt an und hoffentlich auch wieder!
Früher oft, in den letzten zwei Jahren aber – vermehrungsbedingt – nicht oft dabei war Hans-Peter Ganner. Man merkte ihn die große Bühnenlust an, er ließ dunkelfarbige Wolkengruppen aufziehen, die Niederanschlagsgefahr bargen, kritisierte die lethargische Klimawandelpolitik und zog ins Finale ein. Hier könnte ihr Name stehen machte ihren Beruf zum Thema, erfüllte den Bildungsauftrag und berichtete von einem ganz normalen Elternabend, der ohne Jägermeister-Winterzauber-Gesundheitstee-Mixgetränk nicht zu überstehen wäre. Ebenfalls Finaleinzug. Sandra Tilg, die Nummer 7, packte ihre Radioschmeichelstimme aus und ließ – Ko-gong – geistesgestörte Meldungen und Nachrichten auf uns los, mal überdreht, mal pseudoernst, mal mit Zeitungsenten Propa & Ganda im Verkehrsfunk – ganz schön abgedreht! Mit der Nummer 8 rollte Michael Oertl auf die Bühne, er hatte zwei Texte dabei: einen geheimen und einen streng geheimen. Er eröffnete uns, Teil der treulosen Beinbeutler zu sein, deren Credo lautet: Spürsch es rinnen – muasch nit rennen! Das war fein für alle!
Leo hatte auch etwas zu gestehen, nämlich: Ja, ich will! Leo will entdeckt, nicht verliebt werden, denn verlieben klingt nach Abnutzung und seine Telefonnummer hat er für eventuelle Anfragen in den Text eingestreut. Das war viele Ohhs und einen Finalplatz wert. Silke Gruber schließlich schloss die von Ramona Pohn aufgemachte Klammer zum Thema Mutter. Sie gab zu, eine Chuck Norris Mutter, ein doppelter Krebs mit viel Panzer und bisschen was Weichem zu sein. Eine, die sich selbst befruchtet, der Papst unter den Frauen und so soft wie Europaletten ist. Viel Liebe also im Raum und nach 90 Minuten 20 Minuten Pause!

Im Finale rief Leo dazu auf, Haltung zu zeigen und sich Scheinmoral zu sparen. Hans-Peter Ganner bewegte sich voll und ganz in der Welt der Noten, Klänge und Töne um so Systemkritik zu betreiben. Hier könnte mein Name stehen lieferte einen vollkommen kranken Text, der alle scharlachen und diaröhren machte. Und Bastian Vogel ernannte sich zum Jägermeister, brauchte Nutella für sein Ego und gab alles für 5 Minuten gute Laune.

Das Publikum fackelte nicht lange und nach einem Applausdurchgang war klar: Bastian und Hans-Peter auf Platz drei (Hans-Peter zieht ein Kinderbuch aus den gut gefüllten Slam-Beuteln, Bastian Weiße Bohnen), Leo auf Platz zwei (belohnt mit einer exotischen Frucht, die kein Zierkürbis und keine Massagegurke ist, aber im Anschluss mit Wohlwollen verzehrt wird) und die Siegerin des Abends, die eine Flasche Eierlikör (statt dem Sieger_innen-Bier, weil Feiertag und der SPAR zu) und den Schneewittchen-Slam-Beutel mit nach Hause nimmt heißt: Hier könnte mein Name stehen.

Papa Slam bedankt sich beim Bäckerei- und beim BPS-Team an Bar, Tür, Eintritt und Turntables (respektive CD-Player) – bis November

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Crash-Boom-Bang Nationalfeiertags-Slam

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Feiertage sind schön. Freitage auch. Ein Poetry Slam am Feiertag und Freitag ist am allerschönsten. Am Freitag, den 26. Oktober 2018 findet der nächste Bäckerei Poetry Slam statt. Die Texte müssen natürlich keine Rot-weiß-rote Fahne und auch kein Mascherl tragen. Die Textpalette darf wie immer voll bunt sein. Zu Gast sind diesmal Ramona Pohn und Leo.
Wer sich bis halb acht anmeldet, kommt auf die Liste und auch sonst ist fast alles wie immer:

Einlass: 19 Uhr; Beginn: 20 Uhr; Eintritt: 5 Euro; Geschenke und Spenden für die Sieger_in erwünscht. Es freut sich das BPS-Team und

Euer Papa Slam
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Fröhlicher Friedensmarsch im Kicklrock

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Innsbruck voller Radlerinnen und Radler. Innsbruck voller Absperrgitter. Innsbruck aber auch voll Slam Fans. BPS Saisonstart eine Woche vor Semesterbeginn und es scheint so, als ob alle froh wären, dass endlich alles wieder losgeht.

DSC08170Publikum wie immer pünktlich und treu – vielen Dank! Carmen, Käthl und Martin sorgen für einen schnellen Einlass. Rainer macht den semistrengen Türsteher mit Ironman-T-Shirt. Käthl sorgt für Musik, das Bäckerei-Bar-Team dafür, dass alle gut versorgt sind. Da hat Papa Slam Markus Köhle leicht moderieren.
11 Poetinnen und Poeten meldeten sich an, da muss er schnell oder weniger reden, circa 50 sind zum ersten Mal auf einem Poetry Slam, da muss dann doch kurz erklärt werden, was bevorsteht, bevor’s dann mit Startnummer 1 und Benedikt Hoffmann losgeht. Der tischte eine ranzige Schweinshaxen-Weisheit auf, dazwischen machte es Tatütata und Luftballon wurde als Stichwort notiert und mit einer Mini-Blaschke-Kokoskuppel honoriert.
DSC08112Ramona erklärte uns dann, worum es wirklich geht im Leben und zwar anhand einer Top7-Liste in Youtube-Clip-Form. Voll close sein, sich eine echt geile Schwäche zulegen und dann natürlich Publikums-Filter und Punk-Filter und und und liken nicht vergessen. Käthl machte auf Moidl, der’s den Vogl rausgehaut hatte – Guggug! Sie beschwörte Frau Gott im Himmel: Bitte passiert nix! Und offenbarte ihr generelles Credo: Fragen kostet nix (Reden hingegen schon). Und dann waren da natürlich auch noch all die Stressmomente, die ihr zusetzten.

dsc08102.jpgStefan Abermann verwandelte die Bäckerei in einen Bienenstock. Es wurde gesummt und geähmt, es wurde ein harmonisches Grund- und ein quäkendes Störgeräusch gemacht. Eine Grundkulisse, um sodann von Konzentration und Ablenkung zu reden. Das klappte hervorragend und die erste Welle des Abends war fällig. Auf dieser wurde dann Slam-Neuling Niklas herangetragen. Denn der berichtete von seinem Hang zum Meer, gab sich als Seebär und verließ den sicheren Heimathafen, um in See, ins Leben zu stechen.
Sandra Tilg DSC08081wiederum verschrieb sich ganz der Analyse einer Hochzeitsgesellschaft: vom Grapscher, über den Clown bis zum Maultier – alle vorhanden und die Creep schreibt mit.
Leo nahm uns hingegen mit in den Zug und auf eine kleine Reise bis zur Endstation. Da ging’s ums An- und Wegschauen, um richtige und lose Blicke und um einen leeren Sitzplatz mit dem Namen Einsamkeit – berührend. Susi Kra debütierte mit der schönen Stichwortkombination: Bsuf-Jokel-Metrik. Sie nahm uns mit in ihr Sprachlaboratorium, in dem auf Ausdruck, Satzbau und Wortwahl geachtet wird und es pardauzte und saperlottete.
Silke Gruber wiederum versetzte uns in den Sandstrand von Rimini. Es verschlug ihr ob des Wahnsinns dort die Sprache, sie log kurz auf ihrer Liege, schlopp Autos ab und töpfte Kinder (oder so). Definitiv ein schönstes Ferienerlebnis.
dsc08101.jpgSophie entwarf eine Rollenklischee Abbaustrategie für Frauen und Männer, beharrte auf gelegentliches Gammelrecht und forderte, Erwartungen abzulegen und andere erste Schritte zu wagen. Und wieder wellte es durch die Bäckerei. Der Gast aus Wien: Katharina Wenty schließlich beleuchtete eine Nacht, durchzogen von Herzschlägen und verwoben durch Schicksale. Sie richtete den Scheinwerfer auf Julia, Philipp, Linda und und und auf schlagende Väter, Bettnässer und und und und löste eine erneute Welle der Begeisterung aus: Höchstwertung!

DSC08111Ramona, Sophie, Katharina und Stefan im Finale. Machen wir es kurz.
Sophie: Halte ein, du tapferer Ritter, ich bin deiner nicht würdig, du subtil duftender Hund, du g’schissener.
Katharina: Globaler Klick-Voyeurismus von tibetanischem Mönch bis zu erstickender Taube.
Stefan: Fortschritt durch Kickl-Translate und Friedensspaziergänge mit fröhlicher Marschgesellschaft.
Ramona: Du hast den Bereich des Sich-Ergänzens verlassen – oder ich. Die Jury wurde entlastet, ein Ergebnis ausgeklatscht.
dsc08133.jpgRamona Pohn und Sophie teilten sich Platz 3 (und durften sich was aus den Slam-Sackerln holen, während Stefan und Katharina ehrlich ergriffen der Dinge harren).
Stefan „Kicklrock“ Abermann wird schließlich zweiter und
Katharina Wenty gewinnt den September-BPS, wuchtet das Siegerin-Bier in die Höhe und strahlt,
wie man auf den Fotos von Martin Fritz (Danke!) sehen kann.

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