Stadtbibliothek-Slam

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Foto (c) Carmen Sulzenbacher

In der neuen Stadtbibliothek (Foto (c) Carmen Sulzenbacher)

Die Stadtbibliothek Innsbruck bekommt ein neues Zuhause und das gehört gefeiert – mit einem fetten Eröffnungsprogramm, zu dessen vielen Highlights auch ein Poetry Slam am Samstag 10. November 2018 gehört: Martin Fritz, Sarah Anna Fernbach, Elias Hirschl und Team KHB präsentieren neue Texte zum Thema „Bibliothek“. Aber auch auf der offenen Liste ist Platz. Also kommt, kommt, kommt! Um 19 Uhr geht’s los!

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BPS-Publikum ist offiziell das beste!

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Slömy bestes Publikum 2018 für den Bäckerei Poetry Slam

Was wir euch vom Ö-Slam, den österreichischen Meister*innenschaften im Poetry Slam, die gerade in Klagenfurt stattgefunden haben, noch unbedingt erzählen müssen: Das Bäckerei-Poetry-Slam-Publikum hat den Slömy (= der Oscar der Slamszene) für das beste Slam-Publikum Österreichs gewonnen! Wie verdient das ist, wissen wir eh alle, die wir einander bald wieder im Bäckerei-Hexenkessel sehen werden. Und bei diesem Publikum wundert es auch nicht, dass sämtliche Starter*innen aus Innsbruck in Klagenfurt das Finale erreichten, Emil sogar den dritten Platz erreichte und Käthl einen Slömy in der Kategorie Performance gewonnen hat. Wir sind sehr stolz und gratulieren euch und uns selber sehr herzlich!

Oh mein Gott dieser Eierlikör

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Um 19 Uhr 20 ausverkauft! Das ist neuer Rekord. Sorry, dass wir 100 Menschen heim schicken mussten, aber voll ist voll und voll war gut für alles. 10 Poetinnen und Poeten. Nationalfeiertag und gleichzeitig Ö-Slam in Klagenfurt. Eine große Abordnung von Slammerinnen und Slammern aus Innsbruck ebendort (und sehr erfolgreich: Käthl, Emil Kaschka und Stefan Abermann ins Finale durchmarschiert), Herbstferien und ein allerletzter wunderschöner Herbsttag – dennoch: Der Bäckerei Poetry Slam war the place to be. DANKE!

Wir verzichteten auf ein Opferlamm, Ramona Pohn sprang mit Nummer 1 ins bereits gut gewärmte Wasser, badete in der Menge mit einem Uteri-Text, hielt fest: Mamas mag niemand und lieferte damit ein lupenreines Anti-Muttertagsgedicht – sehr schön. Carmen legte ihren ersten Auftritt hin und lässt die Irritation auf die Konfrontation treffen, Chaoskaskaden hüpften mit Frischfroschschlüpflingen um die Wette – komm bitte wieder! Mit der Nummer 3 Bastian Vogel, er betet Materia an, will – Oh, mein Gott dieser Himmel – in eben jenen und fragt sich, wie zur Hölle er seinen Heiligenschein kriegt. Der war fern aber die Höchstwertung und einzige Welle des Abends war absolut drinn – Finaleinzug! Auch die Nummer 4 – Johannanas – war ein Slam Newbie und brach sich für uns Rippe für Rippe, denn sie kriegt nie ge-Nugat, sie gesteht ihre Schokoladesucht, kommt an und hoffentlich auch wieder!
Früher oft, in den letzten zwei Jahren aber – vermehrungsbedingt – nicht oft dabei war Hans-Peter Ganner. Man merkte ihn die große Bühnenlust an, er ließ dunkelfarbige Wolkengruppen aufziehen, die Niederanschlagsgefahr bargen, kritisierte die lethargische Klimawandelpolitik und zog ins Finale ein. Hier könnte ihr Name stehen machte ihren Beruf zum Thema, erfüllte den Bildungsauftrag und berichtete von einem ganz normalen Elternabend, der ohne Jägermeister-Winterzauber-Gesundheitstee-Mixgetränk nicht zu überstehen wäre. Ebenfalls Finaleinzug. Sandra Tilg, die Nummer 7, packte ihre Radioschmeichelstimme aus und ließ – Ko-gong – geistesgestörte Meldungen und Nachrichten auf uns los, mal überdreht, mal pseudoernst, mal mit Zeitungsenten Propa & Ganda im Verkehrsfunk – ganz schön abgedreht! Mit der Nummer 8 rollte Michael Oertl auf die Bühne, er hatte zwei Texte dabei: einen geheimen und einen streng geheimen. Er eröffnete uns, Teil der treulosen Beinbeutler zu sein, deren Credo lautet: Spürsch es rinnen – muasch nit rennen! Das war fein für alle!
Leo hatte auch etwas zu gestehen, nämlich: Ja, ich will! Leo will entdeckt, nicht verliebt werden, denn verlieben klingt nach Abnutzung und seine Telefonnummer hat er für eventuelle Anfragen in den Text eingestreut. Das war viele Ohhs und einen Finalplatz wert. Silke Gruber schließlich schloss die von Ramona Pohn aufgemachte Klammer zum Thema Mutter. Sie gab zu, eine Chuck Norris Mutter, ein doppelter Krebs mit viel Panzer und bisschen was Weichem zu sein. Eine, die sich selbst befruchtet, der Papst unter den Frauen und so soft wie Europaletten ist. Viel Liebe also im Raum und nach 90 Minuten 20 Minuten Pause!

Im Finale rief Leo dazu auf, Haltung zu zeigen und sich Scheinmoral zu sparen. Hans-Peter Ganner bewegte sich voll und ganz in der Welt der Noten, Klänge und Töne um so Systemkritik zu betreiben. Hier könnte mein Name stehen lieferte einen vollkommen kranken Text, der alle scharlachen und diaröhren machte. Und Bastian Vogel ernannte sich zum Jägermeister, brauchte Nutella für sein Ego und gab alles für 5 Minuten gute Laune.

Das Publikum fackelte nicht lange und nach einem Applausdurchgang war klar: Bastian und Hans-Peter auf Platz drei (Hans-Peter zieht ein Kinderbuch aus den gut gefüllten Slam-Beuteln, Bastian Weiße Bohnen), Leo auf Platz zwei (belohnt mit einer exotischen Frucht, die kein Zierkürbis und keine Massagegurke ist, aber im Anschluss mit Wohlwollen verzehrt wird) und die Siegerin des Abends, die eine Flasche Eierlikör (statt dem Sieger_innen-Bier, weil Feiertag und der SPAR zu) und den Schneewittchen-Slam-Beutel mit nach Hause nimmt heißt: Hier könnte mein Name stehen.

Papa Slam bedankt sich beim Bäckerei- und beim BPS-Team an Bar, Tür, Eintritt und Turntables (respektive CD-Player) – bis November

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Crash-Boom-Bang Nationalfeiertags-Slam

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Feiertage sind schön. Freitage auch. Ein Poetry Slam am Feiertag und Freitag ist am allerschönsten. Am Freitag, den 26. Oktober 2018 findet der nächste Bäckerei Poetry Slam statt. Die Texte müssen natürlich keine Rot-weiß-rote Fahne und auch kein Mascherl tragen. Die Textpalette darf wie immer voll bunt sein. Zu Gast sind diesmal Ramona Pohn und Leo.
Wer sich bis halb acht anmeldet, kommt auf die Liste und auch sonst ist fast alles wie immer:

Einlass: 19 Uhr; Beginn: 20 Uhr; Eintritt: 5 Euro; Geschenke und Spenden für die Sieger_in erwünscht. Es freut sich das BPS-Team und

Euer Papa Slam
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Fröhlicher Friedensmarsch im Kicklrock

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Innsbruck voller Radlerinnen und Radler. Innsbruck voller Absperrgitter. Innsbruck aber auch voll Slam Fans. BPS Saisonstart eine Woche vor Semesterbeginn und es scheint so, als ob alle froh wären, dass endlich alles wieder losgeht.

DSC08170Publikum wie immer pünktlich und treu – vielen Dank! Carmen, Käthl und Martin sorgen für einen schnellen Einlass. Rainer macht den semistrengen Türsteher mit Ironman-T-Shirt. Käthl sorgt für Musik, das Bäckerei-Bar-Team dafür, dass alle gut versorgt sind. Da hat Papa Slam Markus Köhle leicht moderieren.
11 Poetinnen und Poeten meldeten sich an, da muss er schnell oder weniger reden, circa 50 sind zum ersten Mal auf einem Poetry Slam, da muss dann doch kurz erklärt werden, was bevorsteht, bevor’s dann mit Startnummer 1 und Benedikt Hoffmann losgeht. Der tischte eine ranzige Schweinshaxen-Weisheit auf, dazwischen machte es Tatütata und Luftballon wurde als Stichwort notiert und mit einer Mini-Blaschke-Kokoskuppel honoriert.
DSC08112Ramona erklärte uns dann, worum es wirklich geht im Leben und zwar anhand einer Top7-Liste in Youtube-Clip-Form. Voll close sein, sich eine echt geile Schwäche zulegen und dann natürlich Publikums-Filter und Punk-Filter und und und liken nicht vergessen. Käthl machte auf Moidl, der’s den Vogl rausgehaut hatte – Guggug! Sie beschwörte Frau Gott im Himmel: Bitte passiert nix! Und offenbarte ihr generelles Credo: Fragen kostet nix (Reden hingegen schon). Und dann waren da natürlich auch noch all die Stressmomente, die ihr zusetzten.

dsc08102.jpgStefan Abermann verwandelte die Bäckerei in einen Bienenstock. Es wurde gesummt und geähmt, es wurde ein harmonisches Grund- und ein quäkendes Störgeräusch gemacht. Eine Grundkulisse, um sodann von Konzentration und Ablenkung zu reden. Das klappte hervorragend und die erste Welle des Abends war fällig. Auf dieser wurde dann Slam-Neuling Niklas herangetragen. Denn der berichtete von seinem Hang zum Meer, gab sich als Seebär und verließ den sicheren Heimathafen, um in See, ins Leben zu stechen.
Sandra Tilg DSC08081wiederum verschrieb sich ganz der Analyse einer Hochzeitsgesellschaft: vom Grapscher, über den Clown bis zum Maultier – alle vorhanden und die Creep schreibt mit.
Leo nahm uns hingegen mit in den Zug und auf eine kleine Reise bis zur Endstation. Da ging’s ums An- und Wegschauen, um richtige und lose Blicke und um einen leeren Sitzplatz mit dem Namen Einsamkeit – berührend. Susi Kra debütierte mit der schönen Stichwortkombination: Bsuf-Jokel-Metrik. Sie nahm uns mit in ihr Sprachlaboratorium, in dem auf Ausdruck, Satzbau und Wortwahl geachtet wird und es pardauzte und saperlottete.
Silke Gruber wiederum versetzte uns in den Sandstrand von Rimini. Es verschlug ihr ob des Wahnsinns dort die Sprache, sie log kurz auf ihrer Liege, schlopp Autos ab und töpfte Kinder (oder so). Definitiv ein schönstes Ferienerlebnis.
dsc08101.jpgSophie entwarf eine Rollenklischee Abbaustrategie für Frauen und Männer, beharrte auf gelegentliches Gammelrecht und forderte, Erwartungen abzulegen und andere erste Schritte zu wagen. Und wieder wellte es durch die Bäckerei. Der Gast aus Wien: Katharina Wenty schließlich beleuchtete eine Nacht, durchzogen von Herzschlägen und verwoben durch Schicksale. Sie richtete den Scheinwerfer auf Julia, Philipp, Linda und und und auf schlagende Väter, Bettnässer und und und und löste eine erneute Welle der Begeisterung aus: Höchstwertung!

DSC08111Ramona, Sophie, Katharina und Stefan im Finale. Machen wir es kurz.
Sophie: Halte ein, du tapferer Ritter, ich bin deiner nicht würdig, du subtil duftender Hund, du g’schissener.
Katharina: Globaler Klick-Voyeurismus von tibetanischem Mönch bis zu erstickender Taube.
Stefan: Fortschritt durch Kickl-Translate und Friedensspaziergänge mit fröhlicher Marschgesellschaft.
Ramona: Du hast den Bereich des Sich-Ergänzens verlassen – oder ich. Die Jury wurde entlastet, ein Ergebnis ausgeklatscht.
dsc08133.jpgRamona Pohn und Sophie teilten sich Platz 3 (und durften sich was aus den Slam-Sackerln holen, während Stefan und Katharina ehrlich ergriffen der Dinge harren).
Stefan „Kicklrock“ Abermann wird schließlich zweiter und
Katharina Wenty gewinnt den September-BPS, wuchtet das Siegerin-Bier in die Höhe und strahlt,
wie man auf den Fotos von Martin Fritz (Danke!) sehen kann.

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RAD-WM-Slam und BPS-Saisonstart

Okay, der Sommer war eh schön. Er war aber auch sehr, sehr lang. Der Bäckerei Poetry Slam Saisonstart ist überfällig.
Am Freitag, den 28. September 2018 ist es endlich soweit.
Aber bereits zwei Tage vorher, am Mittwoch, den 26. September,  wird in Innsbruck geslammt und zwar im Rahmenprogramm der RAD-WM.
Erst Heinrich_by_MartinaFrötscherwird im Einzelzeitfahren gestrampelt, dann wird am Wiltener Platzl geslammt.
Es darf gerne rund um das Rad gehen, muss es aber nicht.
Es dürfen alle mitmachen. Fix dabei sind aber Stefan Abermann und Rebecca Heinrich (die ihr brandneues Buch mit dabei hat).

Anmeldungen vor Ort bis 18 Uhr 30.
Beginn: 19 Uhr.
Es wird tolle Preise geben und frauman darf im Rad-Outfit auftreten (muss aber nicht).

In der Bäckerei wird dann alles wie immer. Es gibt zwei Gäste:
Silke Gruber und die aktuelle Wien-Niederösterreich-Burgenland-Poetry-Slam-Meisterin Katharina Wenty, es gibt eine DJ – Käthl, es moderiert Papa Slam Markus Köhle.

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Alle, die sich bis 19Uhr30 anmelden, kommen auf die Liste.
Los geht’s dann pünktlich um 20 Uhr. Spenden fürs Sieger_innen-Sackerl sind erwünscht.
Eintritt: 5 Euro.
Einlass: ab 19Uhr.

 

Herbsttänze und blühende Talente

Golden ist der Herbst und noch goldener strahlt bereits jetzt eine neue Slam-Saison am Horizont. Bevor Ende September der BPS wieder zum Slammen einlädt, gibt es aber schon ab dem 14. September drei besondere Veranstaltungen um sich auf die neue Saison einzustimmen:

Am 14.9.18 geht um 19 Uhr erstmals ein U20-Slam über die Bühne des Café Namsa in der Ambergstraße 1 (nähe Ursulinen-Gymnasium). TeilnehmerInnen unter bzw. bis 20 Jahre können sich einfach vor Ort anmelden und ihre Texte präsentieren. Zuhören und jubeln darf man ohne Altersbeschränkung.

Und am 15. und 16.9.18 gibt es jeweils die Möglichkeit, ein besonderes Crossover-Projekt zu bestaunen: „Konzertanz | Schubert Slam Dance“ lässt Slam, Tanz und Schubertlieder kollidieren und schaut, was aus den Einzelteilen entsteht: Ein bunter Abend mit der Cammerata vierund1zig und mit Lisa Prantl, Stefan Abermann und Hans-Peter Ganner.

Ein Baggersee voll Humus – eine Bäckerei voll Slam

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Saisonfinale. Alle kommen dran. 13 wollen. Kirmes Hanoi – das Slam Team bestehend aus Jonas Scheiner und Henrik Szanto – machen die perfekten Featured Poets und ersparen uns so die Opferlammschlachtung. Stefan Abermann hat 15 Jahre Bühnenjubiläum und feiert dieses, indem er Fotos macht (Danke!), die Zeit nimmt und das 5-Minuten-Glöcklein souverän betätigt. Julia erstmals Türsteherin, Carmen wie immer an der Kassa und Martin nicht nur DJ sondern auch geborener Stempler. Das Publikum wie immer zahlreich, pünktlich und bestens gelaunt, Markus Köhle moderiert und Rebecca Heinrich zieht die Nummer 1, um dann gleich einen Aufruf los zu lassen: Blast yourselfe!

Lea Eiter ist zum ersten Mal dabei und thematisiert den Ausbruch aus dem Beziehungskäfig. Sandra, die endlich mal gezogen wurde, schmierte dem Publikum eine Humus Ode ums Goscherl und verpasste damit nur knapp den Finaleinzug. Dietmar Wilgosch packte drei – laut Eigendefinition „zarte Gedichte“ – aus, die vom Kasus Kaktus über den Kapaun bis zum Oktoberfest reichten. Dem Publikum hat’s gefallen – Finale. Toni wiederum schickte die Jury aus dem Raum und befasst sich dann – wie immer ureigenoriginell – mit der Quantifizierbarkeit der Dinge. Hier könnte mein Name stehen tischte eine Portion Kannibalismus auf und konsumierte Menschen. Daniel verstoffwechselt den Abgrund und das gleich bei seinem ersten Auftritt. Simon Graf sinniert über Sinn und Wertung und tritt dabei in die Pedale. Emil Kaschka schließlich macht die Unbeschwertheit des Kindseins zum Inhalt, weiß aber schon auch über Folterknechteltern und deren Spaßfaktorenuhren zu berichten – Finale und Welle für Emil. Auf der surfte sodann Leo gekonnt weiter. Das Thema blieb die Umsetzung änderte sich in Richtung wachsen wollen, im Gewächshaus sein und kindliche Träume – Finale!

Ramona Pohn channelte ihre innere Dolly Parton, stimmte Jolene (sprich „Scholin“) und wusste, dass Jolene Projektionsfläche ist – Finale (weil da dann ein Team, das an sich die bessere Streichwertung hatte, den Vortritt gab, was sehr edel und löblich ist). Jonas Rigo legte auch seine erstes Mal hin und berichtete Erstaunliches aus mehrjähriger Erfahrung mit Alkohol und Drogen – Stichwort: Durch die Hose kacken respektive Detoxentschlacken. Die zynischen Gossiphuren machten den Vorrundensack mit einem Baggerseeloblied zu: An der Dreckslacken rumflacken. Finalwürdig! Und die Pause kam dann auch grad recht.

Kirmes Hanoi verbrachten regnerische Tage in Innsbruck und nützten diese, um einen neuen Text über Arm und Reich zu schreiben. Das war schon mehr als ein Bausparvertrag und die beste Investition in die Stimmung des Abends. Das Finale brachte dann zwei Zweitplatzierte und zwei Sieger. Ramona und Dietmar teilen sich Platz zwei und Emil und Leo sind die überglücklichen Doppelsieger des BPS Saisonfinales.

Leo sicherte sich damit den letzten Platz für die TV-Poetry-Slam-Meister*innenschaften in der poolbar, die am Sonntag, den 8. Juli stattfinden. Das BPS-Team wünscht allen einen schönen Sommer und ist sonnengebräunt und nervengestählt im September wieder für euch da.

Juhui – euer Papa Slam m,

Kein Fußball aber Poetry Slam Saisonfinale

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Ja, wir haben tatsächlich einen fußballfreien Tag erwischt für das BPS Saisonfinale und zwar den Freitag, den 29. Juni. Das ist schön, auch wenn es regnen sollte. Das wird heiß, auch wenn es kühl sein sollte. Das wird ein grandioser Slam, weil es um den letzten Startplatz für die Tirol-Vorarlberg-Meister*innenschaften geht und den wollen sich viele krallen.

Weil der letzte Poetry Slam vor der Sommerpause etwas Besonderes ist, haben wir auch besondere Gäste geladen: das fulminante Slam Team KIRMES HANOI bestehend aus Henrik Szanto und Jonas Scheiner wird featuren und bestimmt ordentlich abrocken. DJ Martin Fritz wiederum wird jingeln und Markus Köhle moderieren und IHR seid hoffentlich alle mit dabei.

Freitag, 29. Juni 2018. Einlass: 19 Uhr. Beginn: 20 Uhr. Eintritt: 5 Euro und Spenden für das Sieger*innen-Sackerl erwünscht. Bis dann denn – Papa Slam m,

Und wer weiß, wer da am Foto slammt und mir ein Mail schreibt, kriegt freien Eintritt!

Hoch lebe die silberne Slam-Nadel!

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Damit habe ich nicht gerechnet! Dass die Tiroler Poetry-Slam-Szene derart motiviert war, die Slamnadel zu erringen, das hat mich gefreut und überrascht. Gleich vier Poet_innen ließen sich am Samstag im Stromboli für das Überstehen der 3-Tages-Tirol-Tour auszeichnen und zwar: Katrin ohne H, Silke Gruber, Käthl und Simon Tomaz. Lob, Freude, Respekt!
Aber zurück zum Anfang. Erste Station: die Buchhandlung Wiederlesen in Imst. Der 5. Wiederlesen Poetry Slam war wieder bestens besucht und 9 Teilnehmer_innen sowie zahlreiche Medienmenschen waren am Start. Es wurden geschätzte 3000 Fotos von Leo, Käthl, Meinhard, Alexandra, Simon, Katrin ohne H, Roswitha, Silke und Nini gemacht. Das Finale entschied dann Roswitha Matt vor Käthl für sich. Jubel, Freude, Trallala!

Zum BPS strömten wieder die Massen. Martina und Vanessa an Kassa und Tür nahmen’s gelassen. Katrin stempelte, Daniel verteilte Zählkarten und 18 Poet_innen konnten es nicht erwarten, gezogen zu werden. Zu viel. Was für ein Luxusproblem. 13 plus Opferlamm Sophie kamen dann dran. Käthl jingelte, Köhle moderierte und Sophie ließ uns gleich in ihren Textpool ab- und eintauchen, der angenehm kühlte und auf das Kommende einstimmte.

Benedikt outete sich, keinen Alkohol zu mögen. Ziegenaugäpfel war nicht sein Stichwort. Es war Steinkotze. Hier könnte mein Name stehen war zum ersten mal auf der Bäckerei Bühne, outete sich als Lehrerin und hatte ein schwarzes Herz für Kinder: Humusschnitzel und Finaleinzug. Silke Gruber gestand diverse Lüste ein. Eierschälen wird in Zukunft viel prickelnder sein: Askese in Aspik. Roswitha Matt schwazte uns hunderte Ortsnamen auf und war imscht-ande, das ganze Publikum zum vompen. Höchstwertung und Finaleinzug! Stichwort: voi strass!
Auch Tereza Hossa verschrieb sich einem Ort: Innsbruck, du Hure! Hassliebe rules! Heimweh als Stichwort und Finaleinzug. Katrin ohne H channelte ihre innere Tschocherltschecherantin und dekonstruierte Lebensweisheiten: Ponyhof.

Daniel zeigte Interesse für Hunde und Bäume, Stichwort: Fruchtakrobatik. Lenny wiederum berichtete von einem kalten Herzjäger, den leichte Beute nicht interessierte: Selbstmitleidssuppe. Friederike hielt weitgehende am vorgelegten Thema fest, glaubte, das Ganze ohne Gefühle zu können, aber, aber…: Sido! Käthl mog sig heit nit, findet alles schiach, was da so aus dem Spiegel entgegenlügt und kriegt gute Ratschläge: Loch decht amol! Stichwort: Zahnpastaflecken. Simon Tomaz präsentierte den Herdplattengrapschtest, thematisierte die Lernresistenz der Österreicher_innen: Basti-Bumsti-Land-Transferleistung. Ramona elektrisierte das Publikum, ließ voll den Textstrom los, da zuckten die Herzen: Steckdose. Ben aus Füssen schließlich widmete seinen Text einem verstorbenen Freund, Stichwort: Hipster-Fanta. Applaus, Applaus und Pause!

Tereza – weil ich dich liebe – Hossa erzählte von Reiskocherrückgaben, Hier könnte mein Name stehen von Sitzkreisbildung und Vormittagstotschlagtechniken. Roswitha fragte: Sag mir wo die Mädchen sind, wo sind sie geblieben und gewinnt auch in der Bäckerei! Jubel, Ekstase, Juhui!

Am Samstag schließlich, im schönen Stromboli, trotzten wir dem Champions League Finale und machten gleich sechs Mal die Welle. 10 Poet_innen am Start: Simon, Rebecca, Dagmar, Silke, Emil, Werner, Hier könnte mein Name stehen, Katrin ohne H, Käthl und Ramona. Vier im Finale:

Emil, Silke, Ramona und Käthl und alle im Finale holen sich die Höchstwertung und sorgen für den Slam mit der höchsten Wellendichte. Vierfach-Sieg, das gab’s noch nie. Ein würdiges Ende der 3-Tage-Tirol-Slam-Tour. Dank an alle fürs Dabeisein. Juhui m,