Rufzeichen und Weihnachtswarzen

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Es war knapp vor Weihnachten und knapp vor 20 Uhr, als der letzte Bäckereislam des Jahrzehnts begann, und es wurde, wie könnte es anders sein, fast schon so etwas wie eine wunderbare Weihnachtsgeschichte. Denn es war alles vertreten, was diesen Slam immer wieder zu etwas Besonderem macht: Eine lokale Slam-Truppe, die ihresgleichen sucht, und ein Publikum, das sich freudig mit der Bühne Bälle zuspielt und Zuckerln fängt.

Moderator Abermann eröffnete mit einem Ho-Ho-Ho den Abend und schon begann die Parade der Weihnachts-Stars des Abends: Den Anfang machte Opferlamm Leo, der nicht nur eine Masterarbeit, sondern auch Slamtexte mit Faust-Schlag-Qualität verfassen kann. Ein würdiger Opener.

Danach startete Thalia K. mit einem Anti-Weihnachtstext und Stichwort „Kaiserschmarren“, wie er eben nur bei Oma so gut schmeckt. (16 Pkt.) Silke Gruber packte dann die schweren Geschütze aus: „Mutterkuchen“ und Brustaugen waren eine Warzenweide: 25 Pkt. und Finaleinzug.

Die Bacher breitete diesmal Tupperware-Party-Traumata aus und lehrte uns die Furcht vor dem Wort „Prosecco-Time“. Fürchtet aber auch den „Maracuja-Chef“! (20 Pkt.) Danach kam unser Gast aus Wien, Anna Hader, und outete sich gleich als uncoolste Rapperin der Hauptstadt. Aber: Wenn man „Paracetamol“ hat, wird alles besser. Darum: 26 Punkte und Höchstwertung! Tamara hatte eher seelische Schmerzen: In ihr starb die Jugend und war „friedhofsreif“. Das Publikum war todesverliebt: 23 Punkte.

Belinda slammte dann so, wie ihr der Schnabel gewachsen war und feierte den Dialekt mit ordentlich Kehlkopfeinsatz (12 Punkte), bevor Hannah Stobbikowsky aus Berlin ihr Slamdebut in Innsbruck gab und über ihre sanddornsaftige Kindheit raisonierte. (19,5 Pkt.) Käthl musste dann erst mal schauen, wie lang ma sich mog. Weil: Morgen is es oft anderschter! (23 Punkte) Se Omar aus dem Oberland hatte sich aus einem Gefühl heraus angemeldet und referierte spontan über die Schönheit des Augenblicks. Ladis, „spat is“, Fiss, vergiss, Serfaus, sauf aus! – Das merken wir uns als Trinkspruch. (11 Punkte)

Martin richtete dann den Geburtstag eines fiktiven 40-jährigen aus (der mit dem Moderator eigenartigerweise den Namen teilte). Man verließ aber die Gruppe bald wieder und brauchte einen Fundraiser (17 Punkte). Laura Hybner wiederum beendete die lange Vorrunde und wanderte nachdenklich durch die Nacht. Im Snapchat-Bilderwald tauchten am Ende 17,5 Punkte auf.

Damit war ein Vierer-Finale nach der Pause angerichtet, und als das Christkind klingelte, kamen alle zur Bescherung: Käthl eröffnete, nachdem sie sich in der Pause fast schon aus dem Finale zurückgezogen hatte(!!!!111!11!), mit einem Text voller Rufzeichen: „REINHOLD!!!!!111!!!!!“, uns graut vor dir, kann man danach nur sagen! Tamara wiederum hatte „Balsam“ für Singles dabei, denn seid (sic!) sie Florian kennt, seit (sic!) auch ihr anderen Partner uninteressant. Take that, Paarbeziehung! Silke Gruber gab uns ein wenig Hässliches für die Weihnachtszeit mit (Denk nicht an den „Eierschas“!) und Anna Hader schenkte uns ihr vierfach gebrochenes Herz zum Abschluss, um ein Finale voller Liebe (oder so) zu beenden. Die Applausabstimmung brachte dann eine gewisse Ungewissheit, die aber zum Liebesreigen nur allzu gut passte: Käthl und Anna Hader feierten einen Doppelsieg, der uns die Tränen der Rührung in die Augen trieb. Ach, was für ein Weihnachtsgeschenk für uns alle! Wir sehen uns hoffentlich im neuen Jahrzehnt wieder! Schöne Weihnachten und Feiertage ihr alle. Ein Hoch auf euch alle, die ihr dies lest, und darauf, dass dieses Slamjahrzehnt auf so fulminante Weise geendet hat!einself!!111!!!

Po-ho-ho-Poetry-Slam!

Ach, Weihnachten! Fest der Freude, des Glühweins und fragwürdiger Rabattaktionen. Doch auch Zeit, um noch einmal in die Bäckerei zu pilgern: Denn am 20.12.19 steigt der letzte BPS in diesem Jahr. Es wird wieder getextet, bis die Rentiere rote Nasen bekommen – ohne Requisiten oder Gesang, dafür mit vollem Einsatz. Zu Gast ist übrigens dabei die Ö-Slam-Vize-Championess Anna Hader, weihnachtliche Jingles kommen von DJ Martin Fritz, und Stefan Abermann moderiert und läutet ein Glöckchen, sobald die Zeit überschritten wird. Alles zusammen ergibt dann wohl das, was wir BPS nennen: Ein Geschenk für Herz, Hirn und Ohren.

Black Friday mit Anakin im Schneuzquadrat

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Dass gleich 14 Poetinnen und Poeten die Bäckerei-Bühne im November betreten wollen, ist beeindruckend und war alles andere als vorhersehbar. Dass auch diesmal wieder ausverkauft war, ist höchst erfreulich, schön auch, dass wir diesmal niemanden nach Hause schicken mussten und dann sollten doch auch alle auf die Bühne dürfen. Gedacht – gemacht. Eine lange Vorrunde, die abwechslungsreicher nicht hätte sein können. Als Opferlamm hat sich Hierkönntemeinnamestehen gemeldet und gleich einen Text zum Tag zum besten gegeben. Da war das Publikum schon in bester Stimmung und David Samhaber begeisterte mit seiner Bauerfahrung, seinem Dekoriertalent und seinen langen Armen.
Die Slammy Granny ließ dann einen ziemlich tierischen Text auf alle Anwesenden los und trank wie ein Wolf. Robert Stefan versuchte sich in zweifelhaften, alternativen Lebenskonzepten mit Japan-Kontakt. Katrin ohne H hatte Grant im Gepäck und offenbarte sich als Herzzerlegfachfrau. Alexandros Fortinos verschrieb sich ganz dem Kaktus und piekste und stachelte sich durch seine fünf Minuten. Leo fragte nach unglücklichen Pärchen im Raum und ging’s von hinten nach vorn an. Tamara klaute Fischotter aus dem Alpenzoo, öffnete ihre Herzchaoskammer und entführte uns in ihren Kopfmos. Mario Mittermair hat den Sinn des Lebens gefunden und brachte überdies einen Rucksack voll Liebe mit. Manuela Mader rief die Parole: Yes, no Stress! aus.
Laura Hellmich
wuchs im Andreas Goldberger Dorf auf, lebt nun in Ansfelden und fragte sich, was ein Zuhause ist? Daniela wusste, dass es die richtige Zeit für bestimmte Augenblicke gibt. Die Bacher machte sich so ihre Gedanken über Trend-Namen wie Anakin und Daenerys. Tobias Jakobek schließich führte vor Augen, dass es jede Menge Berufsmöglichkeiten gäbe, Entscheidungen aber eben schwierig sind.

Zwei Stunden können so schnell vergehen. Eine Pause war dennoch mehr als angebracht. DJ Martin Fritz sorgte auch da für Stimmung. Silke Gruber an der Tür wachte streng aber gerecht und Carmen Sulzenbacher an der Kassa hat auch die tollen Fotos gemacht. Vielen Dank an alle! Papa Slam Markus Köhle moderierte und freute sich auf ein knackiges Finale mit David, Tamara, Die Bacher und Laura. Es ging nicht bloß ums Sieger_innen-Bier sondern auch um gut gefüllte Slam-Beutel mit jeder Menge Überraschungen.

Laura Hellmich bekam das Stichwort Lebensfreude getackert. Tamara fragte, warum Wintereinbruch nicht strafbar ist. Die Bacher feierte Weihnachten mit Würsteln. David Samhaber ließ sich vom Angebot eines Mühlviertler Burger-Ladens inspirieren und – tatähhh – wurde zum Sieger des Abends gekürt.

Das gut betreute Sieger-Bier wurde gemeinsam ausgetrunken und tags drauf gab es dann auch noch den tollen Stromboli Slam. Bei dem 8 Poetinnen und Poeten am Start waren und Tamara als Siegerin des Abends hervorging.

Slam hilft gegen November

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Freitag, der 29. November 2019 wird ein guter Slam-Tag.
Das hat mehrerlei Gründe:
* Die amtierende Ö-Slam-Siegerin „Hierkönntemeinnamestehen“ hat sich bereit erklärt, das Opferlamm zu geben.
* Der Ö-Slam-Finalist David Samhaber ist auf Tirol Tour und zum Beispiel hier:

https://youtu.be/NYqGPaxpDRk

zu sehen.
* Aus Linz hat sich Laura Helmich angesagt
* Bastian Vogel ist ebenso fix mit dabei
* Und die Tirol-Slamily ist natürlich auch heiß wie immer.

Also nichts wie hin zum BPS!
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 € (Spenden fürs Sieger*innen-Sackerl erwünscht)

DJ: Martin Fritz
MC: Markus Köhle
At The Doors: Carmen Sulzenbacher & Silke Gruber

Mathematik und Schmusen – Das war der BPS im Oktober

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Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Das ist ja nichts Neues mehr in der Bäckerei, dass Carmen Sulzenbacher an der Kassa die Ausverkauft-Schildchen raushängen muss. Moderator Martin Fritz verkündete dem also wie gewohnt pünktlich und exakt richtig zahlreich herbeigeströmten Publikum dann die frohe Kunde über den Slömy- Regen, der neulich in Graz über den BPS herabströmte, bevor Ignacio Perini als Opferlamm ein aus Fehlermeldungen von Rechnern generierte Trennungspoem fehlerfrei performte.

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Ania Viero blieb dem damit geklärten Motto Abends „Mathematik und Schmusen“ treu und redete allen nicht Biertrinkenden und Nicht-Singles ins Gewissen: How dare you? Silke „The Hardest Door Mitteleuropas“ Gruber legte passend nach, hatte sie doch Verbesserungsvorschläge zur menschlichen Schwangerschaft zu unterbreiten, die unter anderem dem beim Biertrinken gern auftretenden Harndrang entschärften, bevor Emil „Orang Utan“ Kaschkas Schmollmund zum Halbmond wurde.

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Novizin Ramona erinnerte uns, was für Idioten wir in der Liebe sind und Laura Hybner mahnte, nicht auf die Followerzahl zu schauen, sondern aufeinander, bevor es zu spät ist. Mit Gojibeeren brachte Nica drauf eine neue Geschmacksrichtung in Texte zur Liebe ein. Tamara gab bei ihrem 1. BPS-Auftritt zwar vor, von Mathematik und Männern nichts zu verstehen, brachte dann aber zackzackzack keinen Unsinus, sondern erfreute alle Algebros im Raum. Katrin ohne H (der an dieser Stelle nochmals fürs Taschenrechnen gedankt sei!) trat für informierte statt uninformierte Meinungen in der Blase aus queer-feministisch raunenden Posaunen ein und Belindas lange Todo-Liste umfasste (neben Mathe lernen) Snape wie Simon Tomaz. Ghostbuster Angi (GWS-erprobt, aber zum 1. mal beim BPS!) ging die Austreibung der inneren Dämonen mathematisch an: Es da geht um die Hoch- und Tiefpunkte und was dazwischen liegt.

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Dass sich Sprache ändert, bewies Käthl (die übrigens auch als DJane und Lichtregie fungierte) mit einem liten Text, den alle Nicht-Lauchs quittierten mit: Sheesh – läuft bei der. Leo hatte noch Verbesserungsvorschläge zu Bäumen, Bergen, Bären, Zebras und Menschen, während die Frage im Raum stand: Warum liegt hier eigentlich Stroh? Eine lange Vorrunde wurde von Kaddles beendet, die das Publikum zur Beteiligung mit Handen, Fingern, Füssen, Augen und Stimme aufrief.

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Eine findige Jury entschied, dass von all diesen Slammer*innen vier ins Finale gehörten und so erfuhren wir nach einem weiteren Trennungsgedicht von Ignacio noch von Tamaras vielen ersten Malen, Käthls aka Sweet Cks Auf- und Ab-Wanderungen, Emils begütesiegeltem Schnitzelgeflüster und Kaddles‚ dreisprachigem Nicht-auf-Wiedersehen-Sagen, das noch nicht das Ende war. Denn das war die finale Applausabstimmung, die knapp – aber doch – Emil Kaschka als Sieger des BPS im Oktober 2019 ermittelte. Allerherzlichste Gratulation!

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Ob wir uns mehr der Mathematik oder dem Schmusen widmeten? Tja, wer es weiß, weiß es eh. Geslammt wird jedenfalls das nächste Mal am Donnerstag, den 31. Oktober in Imst. Und am Freitag, den 29. November geht es in der Bäckerei wieder los.

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

 

BPS im Oktober

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BPS_Fritz_Köhle

Auch im Oktober heißt es in der Bäckerei wieder: Komm vorbei – dein Text kommt an. Wettlesen um die Gunst des Publikums mit Slammerinnen und Slammern aus dem In- und Ausland. Alle dürfen mitmachen, fast alles ist erlaubt und das Publikum entscheidet, wer in die Finalrunde kommt. Alle haben fünf Minuten Zeit, eigene Texte zu präsentieren. Den Gewinner*innen winkt Ruhm, Applaus und Siegesschnaps, Verlierer*innen gibt es keine und hinterher tanzen wir zu „Halo“.

MC: Martin Fritz

Jingles: Käthl

Gastslammer*innen: Kaddles und Ignacio Perini

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Anmeldung für Slammer*innen vor Ort bis 19:30 Uhr
Bar/Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
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Eintritt: 5 Euro
ACHTUNG begrenzte Besucher*innenzahl! Keine Reservierungen, wer zuerst da ist, bekommt die (besten) Plätze!
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Beste Location, bestes Publikum, bester Slam

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Der Bäckerei Poetry Slam hat bei der Slömy-Gala im Rahmen des 13. Ö-Slams in Graz voll abgeräumt: Beste Location,  bestes Publikum, bester Slam! Das ist an sich schon großartig. Noch viel großartiger ist aber, dass die vom BPS nominierte Slammerin „Hierkönntemeinnamestehen“ sich nicht nur den Newcomerin-Slömy holte, sondern auch – Tätähhh!!! – den Ö-Slam-Titel 2019. Das gesamte BPS-Team gratuliert, ist gerührt und stolz.

Dass Martin Fritz den Style-Slömy mit nach Innsbruck nahm, ist zwar keine große Überraschung aber eine große Freude. Dass Käthl nunmehr ausgezeichnete Most underrated Poetin ist, stimmt uns alle frohgemut. Dass Markus Köhle zum besten MC gekürt und überdies mit dem Toleranz-Slömy bedacht wurde, ist mir Würde, Ehre und emotionales Vollbad. Und dass jetzt alle Slammerinnen und Slammer Österreichs, die noch nie beim BPS waren, dort hin wollen, ist das schönste Geschenk für uns alle, das wir uns in den nächsten Monaten peu à peu gönnen werden. Was soll da noch mehr geschrieben werden als JUHUI?

Mario Tomic hat das Plakat und die Slömys gestaltet – fünf sogenannte Alte Häuser, wie sie auch an Slammerinnen und Slammer gehen, wenn sie einen Graz-Slam gewinnen. In den oberen Bildecken zwei ebenfalls von MT gemachte Slömys aus dem Jahre 2014. Das BPS-Team dankt an dieser Stelle auch Klaus Lederwasch und Mario Tomic sowie dem gesamten Team drumrum für die Ausrichtung des Ö-Slams 2019. Nächstes Jahr ist wieder Linz dran und nochmal Juhui!

Slammer.Dichter.Weiter. in der Bäckerei

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Am Mittwoch, den 2. Oktober 2019 gibt es ein BPS-Special. Käthl und Ksafa werden euch bei freiem Eintritt abendfüllend beslammen. Sie haben von Slampapa Markus Köhle im Vorfeld eine Aufgabe bekommen und sich mit diversen österreichischen DichterInnen beschäftig und je einen Antworttexte geschrieben – so weit zur Pflicht. Die Kür besteht darin, Slam-Texte aus dem Repertoire zu präsentieren, ohne dabei bewertet oder unter Zeitdurck gestellt zu werden. Das ist eine Kooperation mit der GAV-Tirol – vielen Dank Martin Fritz!

Käthl und Xaver Wienerroither flowen, rappen, slammen. SweetK und Ksafa sind laut und leise und wertvoll und speziell. K&X sind – liebes Slam-Publikum – ein BPS-Geschenk an euch, für eure Treue.

Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei!

Berente und ich Lümmel am Flughafen von Ibiza

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Das Innsbrucker BPS-Publikum ist dann doch das beste, treuste, pünktlichste. Saisonstart. Ausverkauft. 16 Anmeldungen. Viele Slam-Premieren. Schön. DJ Martin Fritz lässt die Boxen krachen, Stefan Abermann wird nicht gezogen und lässt sich von MC Markus Köhle wiederholt anmachen. Beste Stimmung also und die nicht Gezogenen kommen einfach fix das nächste Mal dran.

Benjamin Nussbaumer ist zum ersten Mal dabei, erzählt was von einem Mädchen, von Chaos, Spannung und Politik und am Ende gibt es auch noch eine Moral. Tadelloser erster Auftritt. Weitermachen, wieder kommen!
Nick Bastian betritt die Slam-Bühne auch zum ersten Mal, nützt seine Zeit, um Berente zu suchen, kommuniziert via Schauspieler-Fotos mit Bildunterschriften und beweist durchaus Selbstironie. Toll!
Ramona Pohn  beweist Fremdsprachenkentnisse, lässt sich von Kate Tempest inspirieren und eine Mutter sagen: Your Daddy was a Soldier, Son. Deep and groovy. Daniela weiß über Lebenswege und darin befindliche Steine zu berichten sowie über Zäune, die einem auch oft im Wege stehen. Schön. Mit Belinda geht es in luftige Höhen. Sie vertextet eine Waldorfschulentradition, die Alpenüberquerung und schmückt den Text reichlich kulinarisch aus. Auch Backerbsensuppe musste mal in einen Slam-Text Einlass finden. Mahlzeit! Thalia K. widmet dem Text einem Menschen, der von uns gegangen: 1 Haken grau, 2 Haken grau und das ewige Warten auf blau. Berührend!
Julia schlüpft in drei Rollen: die Gebildeten, die Arbeiter*innen und die Sturm und Drang Generation und hat aus allen Perspektiven was zu sagen: Wählt!
2019-09-27 23.01.47The notorious Sheepshagger legt es auch politisch an, aber vor allem reimverspielt und ötztalerisch-expressiv. Überwältigend.
Cenet Weisz erzählt eine grausliche Geschichte, damit das auch mal getan wäre. Es ist ein Flug des Grauens, mit Eiterpatzen im Tomatensaft und das ist noch das geringste Übel. Erfreulich anders.
Mieze Medusa hat noch allerhand vor, bevor sie eine künstliche Hüfte braucht. Einiges lässt sich am Telefon erledigen, manches mit Umarmungen lösen. Ooohhh! Simon Tomaz verquickt Game of Thrones und die österreichische Innenpolitik und lässt Lord Herbert die Pferde bewaffnen. Erschreckend realitätsnah! Hierkönntemeinnamestehen erzählt die Geschichte vom Zungenbrecher. Endlich hat Fischers Fritz mal was zu sagen. Eine wohltuende Wortflut.
2019-09-27 23.02.48Ins Finale ziehen vermutlich drei KünstlerInnennamen ein: Nick Bastian, The notorious Sheepshagger, Mieze Medusa und Hierkönntemeinnamestehen.

Mieze Medusa begiinnt mit Holz, Erbe und Sturheit. Hierkönntemeinnamestehen setzt dem Müll und ein Scheiße-Smile entgegen. Nick Bastian setzt auf Außerirdische und Fortpflanzung und Fat Tony aka TNSS vertraut auf seine Spontan-Skills und Watschos-Erziehung.

2019-09-27 23.12.00Der BPS hat ein neues Siegergesicht: Nick Bastian! Mit Bier und Spenden schwer beladen schwebt er glücklich in den Innsbrucker Nachthimmel.
Schon am Mittwoch, den 2. Oktober gibt’s wieder Slam Poetry in der Bäckerei und zwar von Käthl & Ksafa. Freier Eintritt, schaut euch das an!
2019-09-27 22.58.52Juhui, euer Papa Slam m,

Es geht wieder los – es wird wieder geslammt – es wird wieder gecrash-boom-bangt

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Endlich! Der Sommer ist vorbei. Endlich Herbst. Endlich kürzere Tage, weniger Sonne und wieder mehr Slam. Und am Freitag, den 28. September darf sich die Bäckerei wieder mit Slam-Fans füllen. Denn es erwartet sie ein sensationelles Line-up.

Aus Wien: Mieze Medusa (Slam Mama Österreichs), Simon Tomaz (Team- und Einzel-Ex-Vize-Ö-Slam-Champ); Außerdem: Hierkönntemeinnamestehen, Stefan Abermann, Bastian Vogel und das restliche Who is Who der Innsbrucker Slam Szene. Eine offene Liste gibt es natürlich auch.
DJ Martin Fritz legt auf und jinglet. Markus Köhle moderiert und ihr seid hoffentlich alle am Start.

Anmeldung bis 19Uhr30 vor Ort. Einlass ab 19 Uhr. Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 Euro. Spenden fürs Sieger_innen-Sackerl erwünscht.

Wir freuen uns auf euch
Juhui m,