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2016-11-25-22-33-11November im Kalender. November ist ein guter Monat zum Slammen. 8 Poetinnen und Poeten am Start, um 19Uhr40 Hütte voll. Pünktlicher Beginn. Zeit für längere Sätze.
Dominik ist zum ersten Mal mit dabei, entert die Bühne mit einem fischverliebten, alles andere als lachsen Text, da steppt der Seebär und die Publikumsflossen patschen frenetisch: 19,5 Punkte.
2016-11-25-22-33-29Leo ist neu auf der BPS Bühne. Er tut kund, dass wir schlafend alle gleich sind und die Nacht kein Gender kennt. Auch das hört die Menge gern: 19,5
Christoph feiert auch Premiere und gibt Einblicke in sein Berufsleben, erst zitiert er Tocotronic, dann macht er den Black Friday zum Thema und rühmt das SlammerInnen-Freibier.
Stefan Abermann ist alles andere als zum ersten Mal dabei. Er betreibt Selbstbesteigung, es wird gewandert, nicht spaziert und zwar so lange, bis „die Meinige“ sich verliert: 19 Punkte.
Volker Surmann ist auf Österreich Tournee und bringt seinen Monolog an einen Alleinstehenden an Mann, Frau und Maus. Das Publikum feirt’s, die Jury nicht. Dann bekennt Bernhard, aus Osttirol und eine Saugglockengeburt zu sein. Auch das reicht knapp nicht fürs Finale. Auch Ania Viero beißt sich mit ihrem Zuckerdrama an den vorgelegten Punkten die Zähne aus, denn der letzte Platz im Stechen nach der Pause geht an die Nummer 8: Käthl. Käthl hat Bubenlyrik im Gepäck. Rap in sieben Stufen. Vom Fleisch aus der Tube über Eierstöcke bis zum Kuschelface: 20 Punkte! Käthl macht auch den DJ und alle anderen machen Pause.

2016-11-25-22-33-55Machen wir es schnell. Stefan lässt es knallen. Ich schreib nur Tetrapak-Bürgerkrieg. Leo fragt sich, wer er ist und wer oder was er gerne wäre. Dominik ist kurz vorm Eulen und hat mächtige Papageier. Käthl schließlich liefert einen Bio-Bobo-Rap ab und dann hat das Publikum zu applaudieren und kürt einen Newcomer zum BPS-November-Sieger. Dominik gewinnt vor Leo, Stefan und Käthl.
Toller Abend und tags drauf dann STROMBOLI Poetry Slam in Hall.

Auch in Hall ist die Slam-Freude ungebrochen. 9 TeilnehmerInnen, ein brodelndes Stromboli und prächtige Stimmung. Diesmal hat Käthl die Nummer 1 und der Fleisch-Rap zündet erneut. Martin Fritz liest einen Ausschnitt aus dem Stück EMMA (das auch druckfrisch am Büchertisch liegt) und zwar den Leckage-Monolog. Luca ist zum ersten Mal auf der Slam-Bühne und berichtet über die Relativität von Zeit bzw. Schulalltag. Käthl kommt per Applausentscheid weiter.

Foto von Martina Brandner (Stromboli)dsc_0168Die zweite Dreiergruppe leitet Rebecca Heinrich ein. Die Krokodilstränen sind dick, der Vortrag stark, Literatur ist tröstlich. Bernhard gesteht sodann, sein Herz an Wien verloren zu haben und Volker Surmann beweist: Ohne ist das neue mit. Ein Text mit 0 % Aluminium-Salzen aber 100% Unterhaltung. Damit zieht er ins Finale ein und Bernhard sollte schließlich der Lucky Loser sein.

Die dritte Dreierrunde beginnt mit Stefans Bürgerkriegs-Feeling. Silke Gruber verbessert die Menschheit mit Bienengeburten, erweiterten Harnblasen und genmanipulierten Kindern, die winterschlafend von der Decke hängen und Julia schließlich zieht noch einmal ganz andere Saiten auf und bringt in ihrem Krankenhaus-Text die Lady von Zimmer 01 zum Klingen.

Volker kann das Applaus-Battle vor Stefan für sich entscheiden und Bernhard und Käthl teilten sich Platz drei. Der Slam-Beutel war gut gefüllt, das Bier schmeckte, der Wuzlertisch präsentierte sich gut geölt. Ein durch und durch gelungenes Poetry Slam Wochenende.

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