Rotkehlchenbabys, Enten und keine doofen Witze über Brüste: Der BPS im Feber

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img_3294Heiterkeit am Slammer*innen-Sofa: so soll es sein und so war es auch beim BPS im Februar, der moderiert von Martin Fritz mit genau 10 Slammer*innen über die Bühne ging.

img_3224Den Anfang machte Ramona, die mit bunten Schnürsenkeln die abenteuerliche Eiszeit einer Beziehung illustrierte und das kennen wir ja alle: das große Gefühl auf der einen Seite, das lange Leben auf der anderen, eins kann angeblich nicht beides haben. Mynona berichtete sodann vom Unbill einer ungerimg_3231echtfertigten Verhaftung im Zuge einer Demo, die wirklich für das Leben ist und lieferte ein Motto, das sich viele zu Herzen nehmen sollten: Wenn sie mich mitnehmen wollen, sollen sie sich anstrengen.

Ksafa aus Salzburg tadelte in einer Ode das Salz, diesen Antimg_3328izucker, dessen bester Aspekt ist, was es nicht ist, Iod nämlich. Luca Pümpel erklärte einleitend, dass sein Text, in dem er nur spielen wollte, nicht verstanden werden müsse, während er doch klar verständlich den zwingenden Zusammenhang von Rotkehlchenküken, Fleisch und Waimg_3246rzen veranschaulichte, was sich anscheinend leider Teilen der Jury dennoch nicht erschloss. Verstehen ist halt nur Missverstehen ohne das Verstehen des Miss, wie ich immer sage! El Awadalla tischte uns Schanigartendialoge aus Wien rund um die Erfolgsserie Game of Thrones sowieso multilinguale Fließenverkaufsgesprächsverwirrungen auf, wir lernten: Fließenkleber ist alle Sprachen gleich – nie mehr Verständigungsschwierigkeiten mit diesem Tipp.

Stefan Abermann lief dann sozusagen in einem Sequel seiner Körperteiltextreihe immer der laufenden Nase nach bis er bei seinem Nachbarn landete um zur schönen Einsicht zu gelangen: Was du liebst, das lass laufen (scheinbar das geheime General-Thema des Abends).img_3291 Toni (der zusätzlich für die erkrankte Käthl an den Reglern des Jingle-CD-Players einsprang) verstrickte sich, offenbar inspiriert von Opernballgästin Goldie Hawn, in ein Netz aus Lügen, dem schwierig mit letzter Sicherheit zu enimg_3299tnehmen war, ob er nun ein Arschloch ist, oder nur so tut als ob (und was wäre der Unterschied?), besaß aber immerhin die Höflichkeit, die Säckinnen und Säcke gleichermaßen anzusprechen. Slam-Novice Emil berichtete aus den Dark Ages der Neunzigerjahre, wo sich Gute-Nacht-Geschichten wie Zigaretten reingezogen wurden und angeblich konnte damals Langeweile ohne Bildschirme bekämpft werden. Uns erscheint das unglaubwürdig, aber wir können uns an nichts erinnern, da wir ja selbst dabei waren in den 90ern.

img_3314Benedikt wollte als Drogenbaron von seiner Schwester nicht als Meister angesprochen werden, erdachte aber drakonische Strafen für seine Untergebenen wie eine Woche nicht Fernsehen und ohne Essen ins Bett, bevor Leo schließlich sich Gedanken über den weiteren Verlauf des Abends (Stichworte Testarossa und Emma) und darüber machte, dass Gedanken wie Tindr und Enten sind: Sie sind häßlich, bevor sie sind, was sie sind.

Von diesen Darbietungen war die Jury am meisten angetan von denen von Emil, Stefan und Ksafa, sodass diese drei im Finale von Zucht verlangender Unzucht in den Geständnissen eines Attentäters, Babies, die mit ihren tiny Hands sich nur nett stellen und einer Marsmission (tun sie es nicht: es gibt dort keinen Empfang!) ohne doofe Witze über Brüste berichteten, bevor mittels finaler Applausabstimmung ermittelt wurde: Emil hat gleich bei seinem ersten Slam-Auftritt den Sieg errungen. Herzliche Gratulation!img_3340

Hernach wurde noch gefeiert wie damals in den Neunzigern, sodass wir ein ganzes Monat brauchen, bis wir am 31.3. wieder fit genug sind für den nächsten Bäckerei Poetry Slam. Wir freuens uns schon, allen alles Gute bis dahin!

BPS im Hornung

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img_2999Auch im Schmelzmond, Sporkel oder Spörkel gibt es einen Bäckerei Poetry Slam und zwar am Freitag, den 24. Feber 2017 in der Bäckerei.

Anmeldungen für den Workshop gehen bitte an martin.fritzATuibk.ac.at (UPDATE: Workshop mangels Anmeldungen leider abgesagt!), denn moderieren wird ebenfalls: Martin Fritz, während an den Jingle-Decks Käthl für Spannungsmucke sorgen wird. Zu Gast ist Ksafa aus Salzburg, der auch den bereits erwähnten Workshop leiten wird.

Ansonsten alles wie bewährt: Mitmachen dürfen alle (bei zu vielen Anmeldungen entscheidet das Los) und Spenden für die oder den Siegenden sind herzlich willkommen.

Einlass: ab 19 Uhr (Ticketverkauf nur an Anwesende, Reservierungen leider nicht möglich)
Eintritt: 5 Euro
Anmeldungen Slammer_innen: bis 19Uhr30 vor Ort
Beginn: 20 Uhr

Und hier geht es noch zum Facebook-Event. Juhui!

Spezial Auswärtsspiel: Poetry Slam Dance

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Wie der Flyer euch verkündet steht ein ganz besonderes Projekt zur wechselseitigen Erhellung der Künste bevor: Unter dem Motto „Der hohen Minne tiefer Fall“ trifft Musik von Barock bis Romantik von der camerata vierundeinzig – unter der Leitung von Ya-Wen Yang – auf verschiedene, von Constanze Korthals, Evi Kofler und Tarek Tillian performte Tanzstile von HipHop über Ballett bis zu Tribal-Fusion und dazu gibt es noch herzerwärmende Slam Poetry in all ihren Spielarten von den BPS-Residents Käthl, Markus Köhle und Martin Fritz. Wie das alles genau an einem Abend zusammenkommt? Wir sind auch gespannt, wie wir das bei den Proben diese Woche zusammenfrickeln werden.

Termine sind: Freitag, 10.02.17 um 20:00 Uhr sowie Sonntag, 12.02.17 um 19:00 Uhr und stattfinden wird das im all dieses ermöglichenden und verbindenden VIER UND EINZIG (Hallerstraße 41). Auf euch freut sich: die Arbeitsgruppe Intermedialität und Liebe in der Praxis des BPS.

Und hier gehts zum Facebook-Event.

Schnurrbart, Seniorenlenker und Blaumachen – Das war der Jänner-BPS

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Gut gelaunt startete das BPS-Konsortium ins 2017er-Jahr, kein Wunder, kam das Innsbrucker Publikum doch wie gewohnt pünktlich, blendend aussehend und zahlreich. Markus Köhle, der die erkankte Mieze Medusa gesundpflegen musste, wurde als Moderator und Eiskonfektwerfer vertreten von Martin Fritz.

Leo eröffnete mit der Frage, ob Nazis Mitleid verdienten und wünschte ihnen zwei rechte Händimg_2979e, was ja auch eine Art Antwort darauf ist, während Robyn durch die blaue Blume sagte, was sie von gewissen so genannten Patrioten hält, denn das bisschen Anfechten macht sich halt nicht von allein (sagt mein Mann). Novice Andreas setzte mit seiner paradoxen Vox auf die Magie der Poesie, bevor Laura img_2991von einer stillen Silvesterparty berichtete, bei der Schampus nach Sternen schmeckte – das können in diesen dunkeln Zeiten wahrlich viele brauchen.

Anja (oder Anika oder so ähnlich) wird sich vermutlich merken, dass sich den Vornamen des MC zu merken eine gute Idee ist, img_2999ähnlich wie das Mutig-Sein üder das Mutlos-Sein triumphieren zu lassen. Aaron erklärte uns das soziale Phänomen Büroklammern, die nicht loslassen können und so unpassendes wie Tapeten und Nietzsche verbinden, wenn sie mal wieder länger im Büro bleiben.img_3005

Felix vergaß seine Seele nicht, als er beim Abbeißen eines Stücks Tannennadeln und alte Griechen roch – und so soll es ja auch gemacht werden. Hart „Twinnyman“ Toni, sichtlich davon gezeichnet seine kostbare „Freizeit“ mit der C- bis F-Mannschaft verbringen zu müssen, malte die Fährnisse eines Spieleabends, bei dem keine fünfstelligen Summen im Spiel sind bis zur dunklen Firnis des Endsiegs an der Würfelfront aus (gewinnen ohne zu wissen, was eins tut, geht halt nur beim Pokern).

Bernhard fuhrimg_3023 mit dem Taxi und breiten Powderlatten zu Style und einem hier nicht namentlich genannt werden sollenden Zustand von Nachtlokal, das in der Innsbrucker Slamily gewiss nicht ohne Grund tief in der Gunst steht. Stefan Abermann schließlich machte sich ein paar stilvolle Gedanken samt Verbesserungsvorschlägen zur Ästhetik von Penissen. Das Publikum und die Jury mögen wohl Penes – Höchstvoting des Abends.

Fürs Finale qualifizierten sich also die drei letztgenannten Herren sowie Aaron. Toni, augenscheinlich in sozialen Dingen verhaltensoriginell, stellte sichimg_3043 samt seinem Schnurrbart jetzt erst vor, Bernhard gab seiner betrügerischen Liebe zum Sechzehnerblech Ausdruck, während er hier doch Tiroler Bier (!) haben kann!Einself! Aber bitte, wo die Liebe hinfällt, fällt sie eben hin. Aaron erkannte die Ursache von komplexen Problemen im Kreuz der Wirbelsäule. Zuzustimmen ist ihm gewiss: Es sollten alle gefangen werden! Stefan Abermann kühlte sein Mütchen an Radfahrer*innen, diesen Satanen der Straßen, vor denen sich unsere älteren Mitmenschen hinterm Steuer mit Fug und Recht fürchten.

Mittels Publikumsabstimmung wurde ermittelt, dass Stefan wieder einmal den BPS gewinnen sollte – herzlichste Gratulation dem Seriensieger. Anschließend verbrachte die Crew, wie immer bestens betreut von Carmen und Rainer und dem fabelhaften Bäckerei-Team rund um Eric vor der Einschlafung der hohen Meisterinnen und Meister noch schöne Stunden, über deren Details an dieser Stelle das so sanfte wie gütige Mäntlein des wissenden Schweigens gebreitet werden soll. Es war mal wieder viel zu schnell vorbei gewesen!img_3096

Trotz Prüfungswoche ungestörter Poetry Slam

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dsc05852Am Freitag, den 27. Jänner geht der BPS in sein sechzehntes Jahr, ist also ein richtiger Teenager: ist laut, haut auf die Pauke, ist kritisch, rebellisch und lustisch. Auch im neuen Jahr gilt, was bisher Sache war: Alle dürfen mitmachen – sofern sie sich zwischen 19 und 19Uhr30 anmelden – fast alles ist erlaubt. Eigene Texte, fünf Minuten Zeit und das Publikum entscheidet, wer ins Finale kommt. Papa Slam Markus Köhle moderiert, Martin Fritz macht den DJ und um 17 Uhr gibt es einen Workshop mit Stefan Abermann, für den man sich anmelden muss – bitte Mail an koehle@backlab.at oder info@stefanabermann.org – Teilnahme kostenlos.

Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 5 €
Freiwillige Spenden für das Slamsackerl erwünscht.
Beginn: 20 Uhr

Tirol_Trauma total

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dsc06829Ein Ausnahmetermin, ein Donnerstag im Dezember und dann auch noch Eingangsschwierigkeiten. Aber das treue Innsbrucker Poetry Slam Publikum lässt sich von nichts abhalten, fröhlich und wie immer pünktlich und in Scharen in die Bäckerei zu strömen. Angenehme neun Starter – leider keine Slammerinnen, die dürften alle zu Weihnachtsfeiern eingeladen worden sein. Die Slammer nicht. Drei davon reisten sogar an. Einer aus Herne bzw. Leoben, zwei aus Graz. Stefan Abermann hatte seine neue CD TirolTrauma mit dabei und haderte, ob er mitmachen oder nur opferslammen sollte. Er machte mit und zog die Nummer 1. Was für einen Abermann aber kein Hindernis ist, ins Finale einzuziehen. Say you to me and thank you for the 21 Punktepoints. Toni mit der Nummer 2 versteifte sich auf die Buchstaben f und v, verzählte von seinem fucked up Finger, verfügte Ferkelfaschierung und forderte: Fingerfood verschwinde! Das Publikum gab sich verstört. Yannick Steinkellner schlüpfte in die Perspektive einer Schaufensterpuppe und rief zur Revolution auf. Das funktionierte und fand Anklang – ebenfalls finale 21 Punkte.

dsc06741Klaus Lederwasch hatte seinen Sidekick Kucki mit dabei, umrundete den Mikrophonständer, ließ sich einen unverkennbaren Akzent einfallen und erklärte, wie man Kindermilchschnittenbier macht. Leo punktete mit Begeisterung, Berührung und ploppenden Seifenblasen – Kindheitserinnerungen und Welteneinklang – 19,5 Punkte. Martin Fritz war nicht nur DJ und Stempler am Eintritt, er hatte auch einen Adventskalendertext mit dabei, der mit Überraschungen, Heiligenbildchen, Vorwürfen, guten Vorsätzen und Prügel aufwartete – ebenfalls 19,5 Punkte. Daniel bestritt seinen zweiten Poetry Slam und berichtete von seiner WG. Der zukünftige Lehramtler erklärte WG-Spielchen (Halsgatze, Langsamgatze, Mausgatze) und sprach von Hangerl-Huder-Fetzen-Diskussionen. Bernhard las seine Diplomarbeit zum Thema Liebe von hinten bis vorn vor und hielt Bilderbuchmomente fest und schrammte somit ebenfalls knapp am Finaleinzug vorbei. Denn der letzte Finalplatz ging an den Mann mit der Nummer 9: Mario Tomic. Der echoreimte nicht nur, sondern erläuterte, dass er gerne über Geschlechtsteile schreibe, weil er sie so gern hätte (hat er natürlich eh, Konjunktiv halt) – ebenfalls finalwürdige 21 Punkte.

dsc06769Im Finale dann Mario mit Kofferkeller, Yannick mit Schi-Heil! und Stefan mit Tirol_Trauma_2: Tiroler werden. Ergebnis: 2 steirische Zweite und ein Innsbrucker Sieger! Stefan Abermann holt sich den Slambeutel und das Siegerbier und nützt die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass seine CD TirolTrauma grad ganz frisch und phantastisch zu verschenken wäre. Das Publikum hört’s und leistet folge. Brav und bravo und Zeit für Helo! (Foto unten: Was da wohl am Boden zu sehen ist?)
dsc06796Es wurde getanzt und in Maßen getrunken, manche fanden heim, manche kaum. Schön war’s. Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder. Schönen Jahresausklang wünscht Papa Slam
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Donnerstag ist der neue Freitag

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albertblochmoderationoeslam2015Ausnahmsweise. Weil Weihnachtswahnsinn und allgemeiner Terminstress. Ausnahmsweise findet der Dezember Bäckerei Poetry Slam am Donnerstag, den 15. Dezember statt. Dafür gibt es aber jede Menge Überraschungen. Denn wir freuen uns, eine ganze Graz-Abordnung begrüßen zu dürfen.
Yannick Steinkellner, der Steiermark-Meister, der mittlerweile in Herne lebt, ist offizieller Gast des Abends und weil sie ihren Kollegen gerne unterstützend zur Seite stehen, haben sich auch Mario Tomic und Klaus Lederwasch angesagt. Das wird ja fast ein Mini-Städte-Battle. Denn natürlich freuen wir uns auch auf jede Menge Locals.
Martin Fritz regelt die Musik. Markus Köhle moderiert. Carmen wird euch freundlich 5 Euro abnehmen. Rainer kontrolliert eure Stempel und alles wird so sein wie immer, nur etwas weihnachtsbefriedet.
Drum kommet und bringet Geschenke für die SiegerInnen.
Das schöne Foto vom Ö-Slam-Finale 2015 ist übrigens von Albert Bloch.

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 €

Eierstockgang meets Seegurke

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2016-11-25-22-33-11November im Kalender. November ist ein guter Monat zum Slammen. 8 Poetinnen und Poeten am Start, um 19Uhr40 Hütte voll. Pünktlicher Beginn. Zeit für längere Sätze.
Dominik ist zum ersten Mal mit dabei, entert die Bühne mit einem fischverliebten, alles andere als lachsen Text, da steppt der Seebär und die Publikumsflossen patschen frenetisch: 19,5 Punkte.
2016-11-25-22-33-29Leo ist neu auf der BPS Bühne. Er tut kund, dass wir schlafend alle gleich sind und die Nacht kein Gender kennt. Auch das hört die Menge gern: 19,5
Christoph feiert auch Premiere und gibt Einblicke in sein Berufsleben, erst zitiert er Tocotronic, dann macht er den Black Friday zum Thema und rühmt das SlammerInnen-Freibier.
Stefan Abermann ist alles andere als zum ersten Mal dabei. Er betreibt Selbstbesteigung, es wird gewandert, nicht spaziert und zwar so lange, bis „die Meinige“ sich verliert: 19 Punkte.
Volker Surmann ist auf Österreich Tournee und bringt seinen Monolog an einen Alleinstehenden an Mann, Frau und Maus. Das Publikum feirt’s, die Jury nicht. Dann bekennt Bernhard, aus Osttirol und eine Saugglockengeburt zu sein. Auch das reicht knapp nicht fürs Finale. Auch Ania Viero beißt sich mit ihrem Zuckerdrama an den vorgelegten Punkten die Zähne aus, denn der letzte Platz im Stechen nach der Pause geht an die Nummer 8: Käthl. Käthl hat Bubenlyrik im Gepäck. Rap in sieben Stufen. Vom Fleisch aus der Tube über Eierstöcke bis zum Kuschelface: 20 Punkte! Käthl macht auch den DJ und alle anderen machen Pause.

2016-11-25-22-33-55Machen wir es schnell. Stefan lässt es knallen. Ich schreib nur Tetrapak-Bürgerkrieg. Leo fragt sich, wer er ist und wer oder was er gerne wäre. Dominik ist kurz vorm Eulen und hat mächtige Papageier. Käthl schließlich liefert einen Bio-Bobo-Rap ab und dann hat das Publikum zu applaudieren und kürt einen Newcomer zum BPS-November-Sieger. Dominik gewinnt vor Leo, Stefan und Käthl.
Toller Abend und tags drauf dann STROMBOLI Poetry Slam in Hall.

Auch in Hall ist die Slam-Freude ungebrochen. 9 TeilnehmerInnen, ein brodelndes Stromboli und prächtige Stimmung. Diesmal hat Käthl die Nummer 1 und der Fleisch-Rap zündet erneut. Martin Fritz liest einen Ausschnitt aus dem Stück EMMA (das auch druckfrisch am Büchertisch liegt) und zwar den Leckage-Monolog. Luca ist zum ersten Mal auf der Slam-Bühne und berichtet über die Relativität von Zeit bzw. Schulalltag. Käthl kommt per Applausentscheid weiter.

Foto von Martina Brandner (Stromboli)dsc_0168Die zweite Dreiergruppe leitet Rebecca Heinrich ein. Die Krokodilstränen sind dick, der Vortrag stark, Literatur ist tröstlich. Bernhard gesteht sodann, sein Herz an Wien verloren zu haben und Volker Surmann beweist: Ohne ist das neue mit. Ein Text mit 0 % Aluminium-Salzen aber 100% Unterhaltung. Damit zieht er ins Finale ein und Bernhard sollte schließlich der Lucky Loser sein.

Die dritte Dreierrunde beginnt mit Stefans Bürgerkriegs-Feeling. Silke Gruber verbessert die Menschheit mit Bienengeburten, erweiterten Harnblasen und genmanipulierten Kindern, die winterschlafend von der Decke hängen und Julia schließlich zieht noch einmal ganz andere Saiten auf und bringt in ihrem Krankenhaus-Text die Lady von Zimmer 01 zum Klingen.

Volker kann das Applaus-Battle vor Stefan für sich entscheiden und Bernhard und Käthl teilten sich Platz drei. Der Slam-Beutel war gut gefüllt, das Bier schmeckte, der Wuzlertisch präsentierte sich gut geölt. Ein durch und durch gelungenes Poetry Slam Wochenende.

Poetry Slam – immer noch das beste Mittel gegen Novemberdepression

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Liebe Poetry Slam Fans, freut euch, denn der Freitag, der 25. November naht. Das ist exakt ein Monat vor Weihnachten und auch eine schöne Bescherung. Denn wir haben einen tollen Überraschungsgast aus Berlin und zwar den Poetry Slam und Lesebühnenstar sowie Satyr-Verlag-Chef Volker Surmann. https://www.youtube.com/watch?v=hhg_JrZYA6w

Volker wird auch den Workshop für alle Workshopwilligen bestreiten. Beginn 17 Uhr, bitte unter koehleATbacklab.at anmelden.

Ansonsten alles wie immer. Alle dürfen mitmachen, fast alles ist erlaubt.
Eintritt: 5 Euro
Spenden fürs SiegerInnensackerl sehr erwünscht
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Papa Slam m freut sich

Der Kuchen ist sich sicher

Der Bäckerei-Slam im Oktober ging mit besonderer Beteiligung des Vereins Tafie über die Bühne: Das inklusive Projekt Freiraum – für Menschen mit Lernschwäche – feierte seinen 20. Geburtstag. Das schlug sich gleich beim Eingang nieder: Es gab Kuchen für alle und damit beste Voraussetzungen für einen gelungenen Abend.

img_2715Für den Slam meldeten sich 17 StarterInnen an (5 davon kamen aus den Reihen von Freiraum). Das Los entschied und 14 StarterInnen durften ans Mikro. Silke, Toni und Peter Schrom mussten leider aufs nächste Mal vertröstet werden. (An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es einen zweiten Slam in Innsbruck gibt, der sich immer über StarterInnen und ZuseherInnen freut.)

Den Anfang machte Benedikt Hofmann, der improvisierte und die kleinen Verständnisschwierigkeiten im Umgang mit Tiroler thematisierte (11,5 Pkt). Dann kam Käthl, die von einer bunten Wohnsiedlung berichtete (16,5). Als dritter ging der aus- und eingeladene Gast Fabian Navarro an den Start, der nicht nur den Spanier in sich entdeckte, sondern auch den Grundstein zum Finaleinzug legte: 20,5 Pkt!.img_2631 Dann ging Tina als erste Starterin aus dem von Markus Koschuh gecoachten Freiraum-Team an den Start. Sie wetterte gegen die Zeitumstellung und hatte die Lacher auf ihrer Seite. (15,5). Danach kam Anja, bei der zwei Lausbuben Feuerwehr spielten und ihr damit 15 Punkte bescherten. Barbara Tatschl berichtete anschließend davon, was übrig bleibt, wenn die Feuerwehr zu spät kommt (11 Pkt). Ania Viero wiederum italienerte charmant und zeigte, dass eine richtige Mamma die Hintertüre Whatsapp nutzt, um bei den Kindern einzuziehen – Ania zog damit ins Finale ein (18 Pkt.)img_2672

Rima und Sabine machten als Team mit und zeigten dass Nachos und Käse nie alleine sind (16,5). img_2682Nothburga punktete mit einem ehrlichen und mutigen Text über Sucht (17 Pkt), der nur knapp am Finaleinzug vorbeischrammte. Helene Bodner wartete darauf, dass die Erwartungen sich erfüllten (15 Pkt) und Larissa riss den Vorhang vor den Depressionen weg (14,5 Pkt.)img_2691

Hanna hatte ihre eigene Hebebühne dabei und feierte das Leben derart in vollen Zügen, dass es sich auch auf das Publikum übertrug (16,5 strahlende Pkte). Iris und Benedicte plauderten aus der Krokodillederhandtasche für 14,5, bevor sich Robyn vom letzten Startplatz noch den Finaleinzug sicherte und mit 7 Leben 20 Pkt ergattern konnte.

Durchatmen, denn eine lange Vorrunde ging damit zu Ende. Das Publikum war dennoch bester Stimmung, man trank die Bar leer und genoss den schönen Abend, der schließlich von einem Dreier-Finale gekrönt wurde:

img_2835Ania Viero berichtete episodenhaft von einem Frauenschicksal. Robyn träumte sich durch Realitäten und Albträume, bevor dann das Publikum sicher war, dass Fabians Text über Unsicherheit den Abend gewinnen sollte. Fabian Navarro gewinnt den prallvollen Slamsack und das Siegerbier. Wir aber wissen nun: „Im Leben ist nur eines wichtig: Untersuchungsrichter“

Untersuchen Sie also auch den nächsten BPS, der da am 25.11. stattfinden wird. Dann wieder moderiert von Markus Köhle.

Juhui und alles Gute

Euer BPS