Open Air Poetry Slam

Liebe Slam-Fans!
Der nächste Indoor-Bäckerei-Poetry-Slam findet vermutlich erst im September statt. Aber am Freitag, den 26. Juni 2020 wird vor dem Stromboli in Hall geslammt. Da ist Platz genug, wir sind unter freiem Himmel und doch nah an Zapfhähnen. Ich freu mich, euch alle wieder zu sehen. Anmeldung bis 19:30 Uhr. Start: 20 Uhr
Juhui, Papa Slam m,

 

Pfingstwunder?

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Von den kirchlichen Feiertagen, die mir an sich recht egal sind, ist mir Pfingsten am liebsten. Deshalb gibt es hier auch ein Pfingstgoodie. Pfingsten ist ja der Sprachwunder-Feiertag. Deshalb hier was mit Sprache. Mit Sprache und Maske. Indoor-Poetry-Slam in der Bäckerei wird es leider frühestens im September geben. Open Air schauen wir mal


<p><a href=“https://vimeo.com/424479687″>Vermummerl</a&gt; from <a href=“https://vimeo.com/user17169085″>Markus K&ouml;hle</a> on <a href=“https://vimeo.com“>Vimeo</a&gt;.</p>

Jedenfalls viel Vergnügen und Juhui: Papa Slam m,

Janea Hansen und Emil Kaschka bei sdw im Bäckerei Café

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Am Mittwoch, den 11. März 2020 findet im Bäckerei zum zweiten Mal das tolle Format slammer.dichter.weiter. statt. Dabei bestreiten zwei Slammer*innen ein abendfüllendes Programm.

Diesmal am Start: die großartige Janea Hansen aus Wien und der unverwechselbare Emil Kaschka aus Pfaffenhofen.
Der Eintritt ist frei.
Beginn um 20 Uhr.
Markus Köhle moderiert und erklärt das Format.
Mehr Infos darüber auch hier.

Foto by Benjamin Thomes

Drei Kinder schmecken am besten

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Das Innsbrucker Publikum ist verlässlich, vielzählig und virenresisten. Der Feber-BPS wird kein Quarantänen-Slam, er wird ein Vierfach-Sieg-Slam und das ist einmalig in der bisherigen Geschichte des BPS.

Aber zurück zum Start, das heißt 10 vor 8, denn wir legen vor Beginn schon los. Auch einmalig. Aber es ist voll, alle Poetinnen und Poeten da, warum noch länger der guten Musik von DJ Martin Fritz lauschen, warum nicht gleich die Nasenflösten-Signation? Eben. Und weil wir’s haben, leisten wir uns ein tolles Opfer. Die Türsteherin macht auch die Openerin.
Silke Gruber haut einen Bier-Text raus und in die bereitwillig aufnehmende Menge. Da wird einem warm ums Herz, da wird bereitwillig geschluckt und die Sonne geht auf, um für die nächsten Stunden für alle in der Bäckerei zu strahlen.
Skinny D lässt sich von der Nummer 1 nicht einschüchtern und weiß, dass Eier wie TZ sind, ein Spagat eine akrobatische Sache und ein Anti-Bück-Text auf jeden Fall ein guter Start ist. FINALE!
Henrik Szanto weiß, dass „Tor für Deutschland“ in Brasilien seit der 7:1 Schmach ein geflügeltes Wort für „Scheiße“ ist und schrammt knapp am Finale vorbei. Aber, wie die Wiener*innen sagen: Wir wern kan „Orwosch“ und a kan „Lägeri“ brauchen. ISI ist zum ersten Mal da und offenbart ein Augenfarbenfaible: „Fick-mich-blau“ war wohl auch noch nie Stichwort.
Laura Hybner machte ihren Opa zum Thema und hatte Berührendes zum Erinnern und Vergessen zu sagen.
Tamara wiederum bewies Leberkäsleidenschaftlichkeit mit Holger und Olga und blutenden Augenringen: FINALE.
Lisa ist auch neu und hat gleich Vorsätze mitgebracht, sie will sich generell weniger vornehmen und wünscht sich ein überraschendes Jahr. Ein erster überraschender Auftritt ist somit bereits geglückt.
Christine Teichmann wirft uns mitten in den Ring, da Horrorclown Trump, dort How-dare-you-Greta und wir live dabei: FINALE.
Leo macht die Vorstellung wahr, was wäre, machten Kleider wirklich Leute. Ein düsteres Szenario, ein Blick auf eine gefühllose Welt und Kapitalismuskritik ohne Mäntelchen.
Lea Reinhardt wiederum lässt die Gefühle knieen und sich hinter Worten verstecken, das geht, wenn man zwischen den Zeilen lesen und Poesie zulassen kann, es knistert, auch sie zum ersten Mal da und hoffentlich das nächste Mal wieder.
Son-Se ist ebenso Neuling und hat jede Menge Fragen mitgebracht. Was heißt Dasein?, zum Beispiel. Starkes Debüt – wieder kommen!
Stefan Abermann schließlich nimmt die Fastenzeit ernst. Er trinkt nichts, macht aber Wortspiele, ist also die Antithese seiner selbst und tobt sich aus: „Die da Bugatti“ und „bei der Suzuki komplett aus“ So auch das Publikum: Höchstwertung – FINALE.

Stefan darf dann auch gleich anfangen und ist wieder mehr er selbst, er erhebt sich über den Pöbel und poltert: „Frack you all“. Tamara vergleicht ihr Beziehungsleben mit Pokemon Go und findet mehr Parallelen als ihr lieb ist. Skinny D macht mal die einfachen Tage zum Thema, an denen es Zwiebel unter der Soße und Nierensteinhagel gibt und Christine Teichmann bringt abschließend ihre Tochter ins Spiel und in den Text und wünscht sich: Lass uns noch ein bissi Mutter & Tochter sein.

Es wird geklatscht und getobt. Es wurde auch reichlich gespendet (Plüschtiere von einem anderen Stern). Warum nicht mal ein Quadrupelsieg? Es gibt Bier, Beyoncé und Plüschtiere für alle. Halo, was will frauman mehr?
Tolle Fotos zum Beispiel. Die stammen von Eintritts-Chefin Carmen Sulzenbacher – Vielen Dank!

Next Slam demnächst im BRUX. Juhui Papa Slam m

Der heißeste Februar ever

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Sagen wir so, der heißeste Februar-Slam ever. Das klingt besser, nicht so bedrohlich. Am Freitag, den 28. Februar 2020 wird die Bühne in der Bäckerei wieder von zahlreichen Slamwilligen gestürmt. Es gibt wie immer eine offene Liste, es gibt wie immer Gäste. Diesmal wollen sich Christine Teichmann (Graz) und Henrik Szanto (Wien) das begehrte Sieger*innen-Bier holen und wie immer werden die lokalen Slammerinnen und Slammer ordentlich dagegen halten.

Martin Fritz macht den DJ
Markus Köhle moderiert
und ihr seid hoffentlich alle mit dabei.

Einlass: 19 Uhr
Anmeldung: bis 19:30 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 5 € (Spenden fürs Sieger*innen-Sackerl erwünscht)

Schweinefett und Paprika

Der erste BPS des neuen Jahrzehnts wurde seiner Rolle gerecht, denn es war nicht nur schön, sondern fast schon historisch. Es fing beim zahlreichen Publikum an, das so fleißig herbeiströmte, dass Moderator Abermann den Abend schon vorzeitig eröffnen konnte. Fleißig herbeigeströmt waren auch die Teilnehmenden: 12 Leute standen auf der Liste, doch wer die Innsbrucker Slamszene kennt, weiß, dass dabei keine Langeweile entsteht: Den Anfang machte Emil, der „Sinn-Lose“ verteilte und sich mit dem Schnellkurs „Zaubern für Dummies“ in die Herzen der Zuhörenden hexte. 24 Punkte – eine Ansage von Startplatz 1. Katrin ohne H heizte auf Startplatz 2 weiter ein. Es wurde gepickt und Wald rasiert, bis es heiß genug war, um alle Gletscher zu schmelzen – klimawandlungsfähige 19 Punkte. Danach kam Andi und gab sein Slamdebut, wobei wir auf Brieftauben und Dunstschwaden tief in das Herz des Assifernsehens eindrangen – dafür gab es hartz- und herzliche 16 Punkte. Gleich darauf ein weiterer Slamdebütant: Skinny D kam aus Osttirol und panierte alles in „Schweinefett“. Mit seinen Geschichten aus der Hood machte er jedenfalls ordentlich Knödel: 24 Punkte. Gast Gilbert Blechschmid setzte dann noch zwei Punkte drauf: Mit Strachelbeeren, Blue Rider und den Övengers blockbusterte er die Höchstwertung von 26 Punkten auf die Bühne.

Poeter Schrom ließ die Temperatur nicht sinken und präsentierte erst tierische Lüste von Entenstier und Entenkuh, bevor er die körperliche Erhitzung des Saunaschinkens auf den Höhepunkt brachte. Ein „Schweißleistungsverhältnis“ von 17 Punkten. Gleich darauf machte Leo die Türen zu und sperrte das Publikum in einen Escape-Room, um Farbenspiele und Umerziehungsmöglichkeiten zu diskutieren. (23 Punkte) Martin Fritz wiederum war kein Typ für Fiderallalla, jenem Wort, das es wie ein allumfassendes „Katzenkostüm“ am Ende alle anderen Worte verschlingen wird (oder so ähnlich). Dafür gab es 22 Punkte, wie sich auch gleich danach Käthl mit einem poetischen „Klogeh“-Text über große Gefühle nochmals holte.

Danach kam Bastian Vogel, oder sollte man sagen: Er geruhte die Bühne zu erfüllen. Er referierte vom Niedergang der modernen Sprache, vereinte Goethe mit Tinder und traf nicht nur mit der Faust. Das war eine weitere Höchstwertung für die „holde Maid“ und ihren Werther! Gleich darauf kam Mathilde Sommer, deren Text in eine ganz andere Richtung ging, doch nicht minder eindrücklich war: Ein Sumpf aus Liebe und Drogen in dem die Pizza als Stärkung am Ende nicht reicht. Eindringliche 21 Punkte. HierkönntemeinNamestehen beschloss dann die Runde mit einer filmreifen Geschichte, und wenn wer fragt, wer da auf der Bühne war, werden wir sagen: A Star wars! (21 Punkte) Sie beschloss eine Runde voller Höhepunkte, nach der die Pause ruhig etwas länger dauern durfte.

Im Finale machten sich die vier bestbewerteten Poeten die Sache nochmals aus. Skinny D plädierte für das Abnormale und spielte „Körperteiltetris“ mit dem „nackten Hermann“. Emil wiederum beging ein „taktisches Foul“ und schob der österreichischen Innenpolitik eine monumentale Gurke. Bastian nahm sich dann seinen persönlichen „Clemens“ vor und kochte grüne Paprika ein, bevor Gilbert Blechschmid den Kärntner Bevölkerungsschwund mit Werbung für Fortpflanzung bekämpfte. Das Publikum stimmte per Applaus ab und verlieh dem Paprika-Studenten Bastian Vogel für seine Ehrlichkeit. Es gab Ovationen, Siegerbier und Spendensackerl für den Gewinner und uns anderen freut schon jetzt der Ausblick, dass wir schon am 28.2. wieder einen Slam in der Bäckerei erleben dürfen.