Bitte überlassen Sie ihren Sitzplatz dem Slamgast, der in nötiger hat!

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IMG_8676Slam wärmt. Das wissen offenbar viele. Denn wieder einmal war die Bäckerei schon um halb 8 ausverkauft und der Februar BPS konnte sogar vor der offiziellen Beginnzeit los gehen. Schön. Aber nicht nur das Publikum war übermotiviert und zahlreich, auch 17 Anmeldungen machten den Abend zu etwas Besonderem.

Katrin ohne H opferte sich mit ihrer Rebellion, die ein schlechter Witz aber ein guter Text war freiwillig. Die Jury war geeicht, die Wortspiele konnten beginnen.IMG_8688

Noemí berichtete von schottischen Regentänzen und warf Sonnenstrahlen in den Raum. Moderator Markus warf mit Schokoeiern um sich und das Publikum forderte schon vor ab einen Extrapunkt für Startnummer 2: Eeva Aichner. IMG_8698Die hatte Baumgedanken, die sich in unsere Hirne wurzelten und dass Bäume gegen Rindenritzen sind, ist so klar wie der Singvögelweckerklang. IMG_8715Katja wiederum war um einen guten ersten Eindruck bemüht und gab sich dann ganz selbst- und textreflexiv. Das ist Martin Fritz auch meist, diesmal aber war es der Fahrgast, der es nötiger hatte, zum Inhalt zu werden. Platz für Eigenlob und Selbstkomplimente war aber schon noch. IMG_8726Emil ließ diejenigen vom Fliegen träumen, über die manfrau schon einmal einen Witz macht. IMG_8735Silke Gruber empfahl uns ihren Frauenarzt, nicht jedoch ihr on-off-Wiarschtl und es gibt wahrliche schlechtere Ohrwürmer als der Scheidenschleim schaut schön aus. IMG_8766Tim lobte kurz aber intensiv das Nichtstun, prangerte das Keine-Zeit-für-alles-Lebensgefühl an, war zum ersten Mal dabei und kommt hoffentlich wieder. IMG_8755Anja suchte das Wonach der einsamen Verbraucherinnen und Verbraucher und legte Abnutzungserscheinungen der Gesellschaft offen. IMG_8745Sésmann übte sich in extrem reduziertem Sprechen, verstand es intuitiv zu irritieren und gestand: Gemeinsamkeit, da freu ich mich schon drauf! IMG_8772Mieze Medusa schließlich führte uns Dinge vor Augen, die man nicht sehen kann und machte Lust auf Eselschweiß, Ochsengalle und Biergülle. Alle sahen, dass das gut und es Zeit für Pause war.

Gleich zwei Slam, Oida! wurden verlost, da sowohl eine gelbe als auch eine orange 42 im Raum war, was nicht nur Douglas Adams Fans sondern vor allem die Gewinnerinnen freute.

Das Final-Stichwörter-Gedicht entpuppte sich wieder einmal als veritables Lebensgedicht: Möse, Glühwein, Nudelsuppe, Tod!

IMG_8782Aber von vorne. Der Einfach-nur-leben-und-tanzen-Text von Anja inspirierte zum Stichwort Tod, Emils feministische Verirrung über Männergitis zur Nudelsuppe, Martins unausgesprochene Tanzpartnerinnenaufforderungsfrage zum Glühwein und Mieze Medusas Empowerment-so-that-happend-Demo zur Möse.

Alle hätten gern die Herzformtassen in der Dich-geb-ich-nicht-mehr-her-Schatulle gehabt, alle hätten gern das Wollschaf zum Abflammen gehabt, alle hätten gern gewonnen. 20180223_224138_2Die drei Zweitplatzierten hatten einen Griff in die Spendensackerl frei und beschieden sich mit: einem Sackerl Neocitran, einem Amicelli und einem H. C. Artmann Gedicht. Bescheiden as hell. Siegerinnenbier und alles Andere ging an Mieze Medusa.20180223_224321_2

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Das gute am Februar? Er ist bald vorbei

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Es hat schon seine Richtigkeit, dass der Februar nur 28 Tage hat. Vom Winter das Üble, vom Frühling noch keine Spur, da wärmen wir uns doch lieber in der Bäckerei beim monatlichen Poetry Slam.
Der findet am Freitag, den 23. Feber statt und wir freuen uns, dass sich Mama Slam Mieze Medusa als Gästin angemeldet hat.

Martin Fritz macht DJ, Markus Köhle die Moderation und alle, die mitmachen wollen, tragen sich einfach bis 19Uhr30 in die Liste beim Eintritt ein. Alles wie fast immer also. Wir freuen uns auf euch und eventuelle Spenden (welcher Form auch immer) fürs SiegerInnensackerl.

Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 5 €
Beginn: 20 Uhr

Ünersuppe, Schnea und Gras – das war der BPS im Jänner

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Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Alle Fotos (c) Carmen Sulzenbacher

Alle Achtung: Kurz vor 8 Uhr abends stand fest: 8 Teilnehmende, ein die Bäckerei komplett füllendes achtsames Publikum, ein ahnungsloser, aber bestens angezogener Moderator Martin Fritz – die Zutaten für einen weiteren unendlich (∞) spaßigen Slam-Abend standen bereit.

Foto (c) Carmen SulzenbacherAlpha One war als Erster nicht unbedingt darüber glücklich, dass sein Name bei seinem ersten Antreten seine Startnummer präjudizierte und äußerte den verzweifelten Wunsch, dass die Gesellschaft sich nicht nur durch Gier und Geldmacht auszeichnet, sodass dem Knall seiner Hauptfigur der Schuss einer Hexe doch was ausmachte.

Tonis Ode an den Schnee bediente sich des sinnlosen, aber erheiternden Hasses auf die, mit denen er sich den Schnee teilen muss: die Deitschen, die einzigen also, die diesen Schaß verstehen, eine Art Kitz-Trauma-Bewältigung also.

Leo setzte seinen Vorsatz, 2018 nur mehr sinnlose und reimfreie Texte zu verfassen um mit einer Smartphone-App, mit der wie mit dem Schicksal (Suchmaschinen-Stichwort: Οἰδίπους) nicht zu spaßen ist und deren Umsetzung im Leben außerhalb der Bildschirme wohl für Katzen- wie für Hundemenschen nicht nachahmenswert ist.Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Christopher Hütmannsberger gab eine Live-Kurzzusammenfassung der Geschehnisse rund um den Männerschutzball zu Wien und imaginierte eine Welt, in der die Boys in Blue allen gleichermaßen Einkaufstipps geben und sagte, was zwar bei einem Slam zwar nicht mutig, aber notwendig ist: Das Schlimmste, was wir gegen die Faschos machen können, ist nämlich nichts.

Sven, zum ersten Mal überhaupt bei einem Poetry Slam, hatte einen laut Eigendefinition kitschigen und emotionalen Text über eben das erste Mal vorbereitet, in dem aber die Rechnung an der Bar als Investition in die Zukunft bezeichnet wurde. Gefühle müssen sich wohl wieder lohnen. Wie dem auch sei, wir lernten: Es gibt kein zu früh und zu spät und was anderes wollen wir denn auch hören als Freund*innen der Nichtnormativität.

Daniel wartete mit einem mehrsprachigen Text auf, in dem die Einflüsterungen, wonach jemand nichts sei, hätte oder könne zurückgewiesen wurden. Und was sind schon die Drangsale von Schule oder Studium gegen den Satz: I mog dine Gedichte. Na eben, das bekanntlich ein Wort darstellende Stichwort Ikanix hat beim BPS halt nur im Perfekt seinen Platz.Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Käthl aka die Happ Josefa berichtete, wie es am Dorf so zugeht, wo das Schlimmste nix zum Reden und kein Kuchen ist, niemand die soziale Heimatpartei braucht, sie aber alle trotzdem wählen, weil es ja nicht schaden kann. Nicht ganz begriffen hat der Nachberichtschreiber, ob die Leute nun ohne Dorf oder das Dorf ohne die Leute besser dran wäre(n), eingeprägt hat sich aber: Hände weg vom Rasenmäher und hin zur Nachbarin. Oder war’s doch umgekehrt? Ja wohl eher schon!Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Katrin ohne H ließ sich von Chris‘ Text spontan zu einer Ballade über die Burschen und Burschinnen (oder wohl eher gegen die Ersteren) hinreißen, in der sie den Engerln dringend riet, sich ein B zu zulegen und so viel Antifaschismus brachte immer wieder Begeisterungsbekundigungen aus dem Publikum und leider muss das alles halt auch 2018 immer noch mindestens 7 Millionen mal gesagt werden.

Foto (c) Carmen SulzenbacherNach einer kurzen Pause, in der sich das Publikum in Rekordzeit erfrischt und die jeweiligen Plätze wieder eingenommen hatte, ging das Viererfinale über die Bühne. Eröffnet wurde es von Christopher, der weiter aus Wien livetickerte (wo die Straßen von Omas und Fahrradbot*innen gegen Rechts wimmelten) und dann über die Schwierigkeit und gleichzeitig Wichtigkeit to deconstruct the concept of masculinity in rhyme form gleichzeitig nachdachte und sie demonstrierte.

27500233_730123360526855_2263400647472981411_oKatrin ohne H trug ihren anderthalbten Text über den Selbstwert steigernde Begegnungen vor, die jedoch mit Vorsicht zu genießen sind wie eine Hühnersuppe ohne H oder ein Ringlspülbesitzer, denn wer sich im Waldviertel zweimal sieht, ist fix zsam, ob nun Minus und Minus Plus ergibt oder nicht.

Toni, oder wie wir wohl trotz 2 1/2 Jahren ohne Patient*innen-Kontakt bald sagen werden müssen: Doc Toni nahm eine Anamnese des BPS-Publikums vor, seine eindeutige Diagnose ergab: Es war tot, aber gesund, oder mit anderen Worten: leidlich lebend, zumindest bis auf eine Nudelsuppe essende Person.Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Dank Höchstvoting in der Vorrunde zuletzt auf die Bühne stieg wer? Sven natürlich, der die Frage aufwarf, wer denn er wäre, wenn er der wäre, der mehr oder Meer wäre. Auch wenn unklar blieb, wem Einblick in den tieferen Sinn davon gewährt wurde, hat sich wer bewährt? Sven, der also gleich beim ersten Antreten mit dem Inhalt der beiden prall gefüllten Siegessackerln nach Hause gekehrt ist. Wir gratulieren alle aufs Allerherzlichste (siehe Abbildung)!

Foto (c) Carmen Sulzenbacher

Es blieb zu tun, was nach einem Poetry Slam halt zu tun ist: Beyoncé hören, Bier trinken und alle Busenfreund*innen werden oder bleiben. Und das werden wir auch bald wieder tun, am Freitag den 23. Feber 2018 beim nächsten BPS nämlich!

P.S.: Alle wunderbaren Fotos hier hat Carmen Sulzenbacher gemacht, und noch mehr davon gibt es hier zu bestaunen.

 

 

Jänner-BPS mit Workshop und Chris

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Foto (c) SlammerdichterweiterIns noch junge Jahr 2018 startet der Bäckerei Poetry Slam, wenn ― wovon wir mal ausgehen ― die Schneelage es zulässt am Freitag, den 26. 1. 2018 und zwar ― wie immer ― in der Bäckerei.

Moderieren wird mal wieder Martin Fritz, Jingles abspielen wird Käthl und willkommen sind alle, die mit ihren maximal fünf Minuten langen, selbst aneinander gereihten Wörtern teilnehmen wollen (und sich einfach dafür direkt vor Ort bis 19:30 anmelden) sowie alle, die als Publikum ein Wörtchen über Siegerin oder Sieger des Abends mitreden und „Geschenke“ fürs Sieger*innen-Sackerl mitbringen wollen.

Wenn er es über den Arlberg schafft, wird unser Gast-Slammer Christopher Hütmannsberger bereits um 17:00 Uhr einen Workshop halten, der kostenlos allen offen steht, die mit einem Slam-Profi an ihren Texten oder Performance feilen oder auch ganz ohne Vorkenntnisse und Vorarbeit einfach nur ein bisschen Slam-Insider*innen-Luft schnuppern wollen ― jedenfalls ganz dicke Empfehlung, Anmeldung dafür bitte bis Donnerstag an mausfabrickATgmailDOTcom.

Also werft die Schneefräsen an, schnallt euch die Schneeschuhe um oder hofft auf den Föhn, auf dass wir es alle rechtzeitig in die Bäckerei schaffen werden.

Das Wichtigste in Kürze:
Fr 26.1. Bäckerei Poetry Slam
Workshop um 17:00 Uhr, kostenlos für Alle, Anmeldung unter  mausfabrickATgmailDOTcom
Einlass: 19 Uhr (Achtung, begrenzte Besucher*innenzahl, keine Reservierungen möglich, Kartenverkauf nur an Anwesende)
Anmeldung Slammer*innen: 19 Uhr – 19:30 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 Euro

Piraten, Pandas und Regenbogen – das war der BPS im Dezember

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Das Bäckerei Poetry Slam-Publikum tat wieder einmal mehr, was es stets tut: pünktlich, zahlreich und blendend schön aussehend erscheinen.

IMG_20171222_205040Martin Fritz moderierte so gut gelaunt wie zügig, Ramona eröffnete mit einem Text über eine gewisse Nina Heiner, die keinen Deckel, sondern die Weite des Ozeans bevorzugt.

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Stefan Abermann, der auch an den Jingle-CD-Spielern glänzte, brauchte 1 nicen Text über Nikolo, Krampus und Kasus, Slamneuling Captain Hook einen nach Eigenaussage verwirrenden Text über Stumpfsinn, der den Scharfsinn erschwert. Nestor brachte ein kurzes Liebesgedicht aus der Sicht eines Träumers, Ronald warnte in drei endgereimten Gedichten vor Körperpeinigung, Schluckspechten und dem Nasenbohren. IMG_20171222_210640Lisa dachte angeregt von einer spießigen Silvestereinladung über das Verhältnis von

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Kunst und Verhältnissen nach, bevor Hannes Blamayer sein Comeback auf der Slambühne nach drei Jahren Bühnenabstinenz feierte mit Schnurren aus der Traumfabrik, der Stadt der Engel, in der von schwulen Piraten und Ninjas mit Regenbögen geträumt wird.

IMG_20171222_212228Sandra berichtete von einer Weihnachtsmarkt-Zufallsbekanntschaft mit einem auskunftsfreudigen Mann, der Menschen nach Tieren einteilte. Tereza Hossa aus Wien schilderte, wie unter Druck aus Bioabfall Diamanten werden und Damenspitze darüber hinwegtrösten, Pandas nicht artgerecht in Wohnungen halten zu können. Rebecca Heinrich beschloss die Vorrunde mit sehr viel Liebe, sogar für die Typen, die eigentlich nur saufen wollen, aber dann beim Slam doch immer zu deepen Gedanken angeregt werden.

IMG_20171222_215302Slammaster Fritz verzweifelte nicht am Zusammenzählen der durchwegs hohen Noten der Jury und ermittelte, dass in einem 3er-Finale die Siegerin gekürt werden sollte – am Ende gab es davon aber gleich drei, nämlich Lisa, Rebecca Heinrich und Tereza Hossa, die trotz mehrfacher Durchläufe verschiedener Applausabstimmungsmodi exakt gleich viel Zuspruch beim Publikum fanden. Herzliche Gratulation!

IMG_20171222_225016Im Anschluss widmeten wir uns den drei süßen B: Baklava, Beyoncé und Bussis. Und zwar, wie es sich gehört, von allem viel! Wir schicken Euch auch ein bisschen was davon und freuen uns schon auf den nächsten BPS am 26.1.2018, passt aufeinander auf und habt es gut inzwischen!IMG_20171222_225109

(Alle Fotos: (c) Carmen Sulzenbacher)

Der Dezember-BPS

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IMG_7670Für alle, die schon genug vom Keksbacken und Glühweintrinken haben oder eine kurze Pause davon brauchen, für alle, die aus welchen Gründen auch immer in der dunklen Jahreszeit mehr oder weniger gern irgendein Fest feiern oder das auch nicht tun, also kurz: Für alle gibt es auch im Dezember wieder einen Bäckerei Poetry Slam und zwar am Freitag, den 22. 12. 2017 und zwar, ihr ahnt es schon: in der Bäckerei.

Moderieren wird diesmal Martin Fritz  und der freut sich schon auf alle, die mit ihren maximal fünf Minuten langen, selbst geschriebenen Texten teilnehmen wollen (und sich einfach vor Ort bis 19:30 anmelden) und auf alle, die im Publikum die Siegerin oder den Sieger des Abends küren und Geschenke fürs Sieger*innen-Sackerl mitbringen werden.

Die Eckdaten in Kürze:
Fr 22.12. Bäckerei Poetry Slam
Einlass: 19 Uhr (Achtung, begrenzte Besucher*innenzahl, keine Reservierungen möglich, Kartenverkauf nur an Anwesende)
Anmeldung Slammer*innen: 19 Uhr – 19:30 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 Euro

PS.: Auf noch zwei ganz besondere Schmankerln sei an dieser Stelle auch noch hingewiesen:

Beim Bäcker beim Bäckerei Poetry Slam

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Na wenn schon 13 Poetinnen und Poeten da sind, dann lassen wir sie doch auch auftreten. Um Punkt 20 Uhr ging’s los – weil schon längst ausverkauft. Die Stimmung alles außer November. Viele Neulinge im Publikum aber auch auf der Bühne. Schön.

DJ Toni war dann auch gleich die Nummer eins und berichtete von seinen Tindererfahrungen. Kein Grund für Tinderwertigkeitskomplexe. Ein idealer Auftakt. Dann konnte er sich ganz dem Jinglen widmen und er tat das mit Leidenschaft und Originalität. Danke.

Toni Falcony präsentierte seine Schwangerschaftstest-App im Erprobungsstadium und kam nicht ganz mit der Zeit zurecht – das Beste wäre noch gekommen. Daniel ließ Knochen knacksen und Kindergenicke brechen – ganz schön morbid.

Joya war zum ersten Mal da, sprach von nicht immer ganz guten Tagen und bekannte ihre Ameisenvorliebe. Kein Kammerjäger nötig! Knapp am Finaleinzug vorbei. Benedikt begab sich auf BMX Gelände, um stürzend über allerhand zu sinnieren. Da gingen viele Zähne verloren und wurden viele Gedanken gefunden.

Sofie outete sich als Party – in und mit ihr geht’s ab und ihr Schal stützte sie – auch ein erstes Mal. Wiederkommen! Stefan Abermann gab seine schmutzigste Phantasie preis, er will an Sebastians Löffeln lecken. Kein Ohrjemine – eh klar, der kollektive Ohrgasmus. Publikum in Extase, Stefan im Finale. Jakob machte es kurz und limbo. Ein Duschgedicht, das sich gewaschen hatte. Stefan Lotter teilte sein Leid mit dem ÖBB Ruhewaggon mit uns allen und forderte auf, einfach die Pappn zu halten. Katrin ohne H schließlich berichtete vom Tratsch, Klatsch und Tod am Land. Aber weil wir gut in der Zeit waren, kamen schon auch noch die verblieben drei im Slambeutel dran. Leo sprach über das Reden, Reden, Reden ohne in Kontakt zu treten und schloss damit eine von Toni augemachte Klammer. Das sollte fürs Finale reichen. Reichte auch. Emil ließ Bücher im Regal lebendig werden und untereinander Konflikte auszutragen, um dann Rückschlüsse auf die Gesellschaft zu ziehen und Iris von der Flussschmiede schickte das Publikum mit einem ruhigen auber sehr geräuschwortintensiven Text in die Pause. Alle happy. Bis dato kein Glas kaputt. Schön.

Im Finale gab’s Übermenschliches von Leo. Stefan Abermann schlachtete das Jugendsprache-Lexikon aus und forderte Hoho-Beat ein. Und Emil Kaschka beobachtete aus mehreren Perspektiven Menschen beim Bäcker. Beim Bäcker sollte in der Bäckerei dann zum Siegertext werden, Siegerbier und Siegersackerl für Emil Kaschka, Stefan bekam das Zweitplatziertensackerl und Leo ein kleines Stück Glück in Plüschform. So muss November.

Vielen DANK! Papa Slam m,

November kann uns gar nichts

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Hallo liebe Menschen, die ihr dem Niesel mit fröhlichkeitsgestählten Nerven entgegenblickt und euch nicht von einer Jahreszeit ins Bett pracken lässt. Ihr seid auf das Herzlichste eingeladen, eure Laune am kommenden Freitag, den 24. 11. 2017 in die Bäckerei zu tragen. Dort findet wie immer der Bäckerei Poetry Slam statt und zwar diesmal mit Gast: Stefan Lotter.
Wenn sich genug interessierte Leute finden, gibt es um 17 Uhr einen Workshop. Bitte per Mail bei mir – koehleATbacklab.at melden und zwar bis Donnerstag. Ansonsten alles wie immer. Wir freuen uns auf euch und eure Geschenke fürs Sieger_innensackerl.

Markus Köhle moderiert, Toni macht Jingles und DU bist hoffentlich mit dabei.
Einlass: 19 Uhr
Anmeldung: 19 bis 19Uhr30
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 Euro

Oft gewinnt der ANDERE

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Die männliche Form ist in diesem Fall korrekt. Der Andere hat gewonnen, er hieß nicht Leo, nicht Björn, nicht Stefan. Er hieß Bernhard und war der ANDERE. Das hat die Publikumsinteraktion so gewollt und das lässt sich hier, im Nachhinein, schwer erklären, war aber schön. Es war überhaupt schön. Vielleicht nicht für die, die um 19Uhr40 vor ausverkauftem Haus in der Schlange standen und auf Montag vertröstet werden mussten – da wird nämlich „Slam, Oida!“ in der Wagner’schen präsentiert. Aber für alle anderen war es ein schöner Slam. 13 Poet*innen am Start, drei im Finale. DJ Toni an den Reglern, Julia und Martina an Kassa, Tür und Stempel. Alles lief glatt und das Publikum musste nur zweimal ojehhen, hat es natürlich aber öfter gemacht, weil halt interaktionsfreudig (siehe oben).

Nestor begann mit Wahlgesang. Bernhard ließ die Erde auf die Welt kommen. Felix rappte von einer Schädeldeckenobstschale. Stefan Abermann ging narrische Schwammerl suchen. Dane vergab 100 Punkte für einen Schuss in ihr Herz. Katrin ohne H berichtete vom Kastelruther Spatzen Fest. Leo wetterte wider den Klimawandelwahn. Ramona führte den schwarzen Hund Depression aus. Toni hätte eigentlich alles lieber gemacht, als als DJ und Slammer an diesem Slam mitzumachen. Silvia ließ Schnurri die Herzen heilen und verteilte Rumkugelkuchen. Daniel ließ Katja vor der Tür erfrieren. Sandra schrieb die Politik um und neu und Daniel outete sich als Scheißreisender bzw. Lidl-Lasagne. Das war alles ganz schön viel und ganz schön abwechslungsreich. Leo, Bernhard und Stefan schafften es ins Finale.

Was im Finale geschah, sei hier nur kurz zusammengefasst. Stefan verlas einen zensurierten Text (nein, ich verraten nicht von wem zensuriert und für wen verfasst). Leo ließ mich Sofas zeichnen (wurden eher eine Mischung aus Toastbrotscheiben und Tortenstücken) und Bernhard zeichnete zwar eine düstere Zukunft, eroberte sich damit aber die Herzen aller, nicht nur der anderen.

Bernhard vor Stefan und Leo. Im Siegersackerl allerhand Schönes. Wie gesagt: Es war ein schöner Slam schreibt: Euer Papa Slam Markus Köhle

Fenstertag Poetry Slam

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Manche sagen Zwickel-, manche Fenstertag. Manche fahren nach Venedig (Carmen und Martin – viel Spaß), manche bleiben da und freuen sich, dass sie am Tag nach dem Nationalfeiertag in die Bäckerei gehen können, um dort den Oktober BPS zu erleben. Ja, wir sprechen vom Freitag, den 27. Oktober 2017.
Der Fenstertag-BPS wird natürlich wie immer super. Weil Stefan Abermann schon mal um 17 Uhr den Workshop macht (bitte anmelden: koehle@backlab.at oder inof@stefanabermann.org), für Jingles ist diesmal Toni zuständig, Markus Köhle moderiert und DU bist hoffentlich mit dabei. Wir freuen uns!
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Anmeldung bis 19Uhr30 vor Ort
Eintritt: 5 Euro (Spenden für das Sieger*innensackerl sehr erwünscht)