Slammer. Dichter. Weiter. Innsbruck – liest 2019

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Theresa Hahl, Foto (c) Lufre Photography

Theresa Hahl, Foto (c) Lufre Photography

Noch vor dem regulären Mai-BPS kommt da ein ganz besonderer Slamtermin auf uns zu: Die beiden Slammerinnen Theresa Hahl und Katrin ohne H stellen sich nämlich einer spannenden Aufgabe: Sie lesen vorab das „Innsbruck liest“-Buch 2019, „Die Königin schweigt“ von Laura Freudenthaler,  lassen sich davon zu einem Poetry-Slam-Text inspirieren und treten damit in einen spielerischen Wettkampf. Das Publikum ist die Jury und moderiert wird dieser ganz besondere Slam-Spaß von Martin Fritz. Theresa Hahl ist Lyrikerin und Poetry Slammerin, eine der Hauptakteur*innen des Dokumentarfilms „Dichter und Kämpfer“ und hat bereits auf drei Kontinenten geslammt. Katrin ohne H ist in Rekordzeit von der Newcomerin zum Fixbestandteil der Innsbrucker Slamszene geworden und machte diese bunter, lebendiger und polyglotter. Martin Fritz ist Autor, Literaturwissenschafter und der Noriaki Kasai der Innsbrucker Slamszene. Stattfinden wie das Spezial-Slam-Spektakel am Freitag 24. Mai 2019 um 19:00 Uhr in der Stadtbibliothek Innsbruck.

Vornehm, sittsam und fehlerfrei

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Wohin bloß mit all der Euphorie? Am besten in diesen Nachbericht stecken und die Fotos von Daniel Jarosch (vielen Dank!) sprechen lassen. Freitag, der 26. April 2019 wird uns allen gut und lange in Erinnerung bleiben.
Der Große Saal im Haus der Musik an einem Tag zweimal ausverkauft. Das Tiroler Symphonieorchester unter der Leitung von Tommaso Turchetta spielte die 9. Sinfonie in e-Moll von Antonin Dvořák „Aus der Neuen Welt“ (1893) und machte anschließend vermutlich zum esten Mal die Welle.
Mieze Medusa, Stefan Abermann und Markus Koschuh ließen sich von Satz 1-3 der Sinfonie inspirieren und antworteten darauf.
Den 4. Satz ließen wir für sich stehen und wirken und nach der Pause gab es dann Experimente mit dem gesamten Orchester von Rap über Versepos bis Newsflash und politischer Rede.Davor und dazwischen dosierte biografische Häppchen über Dvořák von Moderator Markus Köhle.
Ein unvergesslicher Abend! Vielen Dank für die Organisation Martina Natter!
Bis zum nächsten Mal!
Juhui, Papa Slam
m,

Kaputte Katzen, wilde Bächle und Rimini-Remmidemmi

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Was für eine Premiere! Das Slämmchen hat Zukunft. Der Late-Night-Foyer-Slam im Haus der Musik war die reinste Freude und Poetry Slam pur. Sieben Poetinnen und Poeten am Start, DJ Martin Fritz vom Winde verweht und jede Menge begeistertes Publikum. Nach der fulminanten Slam-Show mit dem Tiroler Symphonieorchester unter der Leitung von Tommaso Turchetta im ausverkauften Großen Saal der Nachschlag in Old-School-Slam-Form: offene Liste, freie Getränke, geht scho, gemma Voigas!

Ines Strohmaier ließ das wilde Bächle rauschen, gegen Bachbettregulierung, für Wildwuchs, freilich gesellschaftlich umgelegt! Toller Auftakt.
Leo wiederum machte sich stark für mehr Wir, ich allein genügt nicht und im Schlaf sind wir alle gleich. Alles andere als einschläfernd, Lust auf mehr machend.
Silke Gruber
nahm uns mit auf Sommerurlaub in Rimini und ließ dann vollends die Grammatik fahren. Sie log auf einer Liege und bog sich alles zu schlecht, bis die Balken lachten.
Katrin ohne H entführte uns in ihre Gasse, in der die Laternen Löcher ins Dunkel fetzen, es editpiaffte wunderschön waldviertlerisch.
Laura Hybner gab uns Nullen und Einsen und die volle Social Media Packung, ließ aber ein Hoffnungslichtlein der wahren Worte flackern.
Roswitha Matt warf mit Schwedenbomben und Völkerwörterbällen um sich, voll Bombay!
Thalia schließlich rief dazu auf, den Abend und die Welt zu verändern. Alte, adoptierte Katzen ebneten dabei den Weg und bescherten ihr den dritten Platz (und eine Slam, Oida! Anthologie), Katrin ohne H freute sich über ein Weizenglas voller Colafläschchen und die Siegerin Roswitha Matt holte sich das Tiroler Bier und zwei Freikarten fürs Tiroler Landestheater! Es war exakt 0 Uhr. Wir hätten schon draußen sein sollen, genehmigten uns aber noch ein After-Show-Bier, Beyoncé leistete uns dabei Gesellschaft und alles war sehr, sehr gut. Die Nacht konnte beginnen.

„Kurzzeitig paradoxe Freiheit“ im Wiederlesen

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Der Donnerstag ist ein guter Wiederlesen-Tag. Der Donnerstag, der 25. April 2019 war ein guter Wiederlesen-Poetry-Slam-Tag. Volles Haus, tolles Line-Up, acht Poetinnen und Poeten aus nah und fern am Start und die Stimmung bestens.

Leo traf wieder die Nummer eins. Er sprach von Nachtarbeit, vom Abendschichtbusiness aus unterschiedlichen Sichtweisen und dass ein Satz noch lange keine Tat ist. Stichwort: schlaflos Pommes.
Die Dame des Hauses Nini machte Lifting in Sölden zum Thema, mischte grandios Dialekt und Englisch, berichtete vom Hometrainer-Hangover und von George Gilbert Clooney.
Christa belegte neulich in Meidling einen Workshop bei mir, wohnt eigentlich in Luzern und legte für Imst einen Zwischenstopp ein. Gleichberechtigung: Alles gelogen! Schmetterte sie ins Publikum, legte zahlreiche Karriere-Auas nach und wusste von den Freuden und Leiden des Gebärens zu berichten. Das Stichwort viel sehr situationselastisch aus.
Ines Strohmaier drückt uns das Kissen des Vermissens aufs Aug‘, wusste, wie unendliche weit 2 Meter sein können und verbalisierte gekonnt unüberwindliche Beziehungsdistanzen: Seelenschmerz entströmt.
Roswitha Matt trat als Rose with A auf und litt unter einem massiven Schweizschub sowie eminenter Prüfungsangst. Vom Elch- bis zum Krabbelstubenaufnahmetest – alles arge Prüfungssituationen, da hilft selbst das schönste Radiosprecherinnengesicht nicht. Stichwort: FOL.
Mieze Medusa zupfte sich den alten Pestalozzi aus dem Regal und zitierte einen Nestlé Manager, der vor 30 Jahren die Welt in 20 Jahren mit Fortschritt gerettet haben wollte. Mieze Medusa liebt Wörter, der Planet ist in Unruhe und das Stichwort lautet: Systemkritik und.
Cenet Weisz erwies sich als wahrer Abenteurer, kein Wunder, wer als Flachgeburt in der Eiger-Nordwand das Licht der Welt erblickt, verdient sich Respekt: Wild Thing Spitzbergen.
Lena Westreicher
(die Zitatspenderin der Überschrift) verliest einen 50-Jahre-Jubiläum-Auftragstext über ihre ehemalige Schule, der laut Direktorin „gut aber kritisch“ ist. In ihrer Bildungsrhapsodie klopft sie die Lehrkörperbeschaffenheit ab, gibt Einblicke in Konferenzzimmermythen und beschreibt den Widerhall von Birkenstocklatschen in Schulhausgängen: Lehrersaunasocken.

Ines, Rose with A, Cenet und Lena im Finale.
Ines Strohmaier dreht die Zeit zurück, zitiert einen Martini-Umzug-Lied-Klassiker und erntet die Stichwörter Sternschnuppe und Tiefkühlpizza. Rose with A unternimmt eine atemberaubende Wortbummlerinnenweltreise durchs gesamte Clooneyversum – Taiwahnsinn! Lena Westreicher outete sich als zuckersüchtig: Mikroorganismen und Net Doctor. Und Cenet Weisz knallte uns eine groteske Gebrauchsanweisung vor den Rabatzlatz, der Heimwerker Herzen schlugen höher, Stopfpfropfen schmolzen und die Haftkraft aller wurde temporär zu Gunsten einer generellen Schmunzeloffensive beurlaubt. Rose with A aka Roswitha Matt gewinnt (einen gesunden Schokohasen) vor Cenet Weisz (Schokohase mit Rückenschaden) und Lena und Ines teilten sich Platz drei bzw. eine Sportgummipackung. Die Wiederlesen-Buchhandlung beschenkt uns alle mit einem Buch nach Wahl, ich entscheide mich für eine Schallplattenbox von Antonin Dvořáks Slawischen Tänzen und Leo bringt uns (Ines, Mieze, mich) wieder sicher nach Innsbruck. Vielen Dank an alle!
Papa Slam m,

Innsbruck hat gewonnen

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Das Format hat sich bewährt. Wer braucht schon Städtebattles gegen überschätze Städte wie Linz, Graz oder Wien. Wir machen nur mehr interne Städtebattles? A-Team gegen B-Team. Innsbruck hat gewonnen. Das B-Team hat gewonnen. Aber von Anfang an.
Schon klar, dass das eine schwierige Woche ist. Karfreitag ist auch ein schwieriger Tag. Feiertag oder freier Tag? Urlaub oder Arbeit? Wer braucht schon staatlicherseits angeordnete Feier- oder Nichtfeiertage? Freitag war Slamtag und das war Grund zum Feiern genug.
Das A-Team trat in folgender Besetzung an: Stefan Abermann (Kapitän), Silke Gruber (37), Laura Hybner (U20), Rebecca Heinrich (Dichterin), Die zynischen Gossiphuren (Käthl & Martin Fritz);
Das B-Team hatte folgende Slammer*innen zu bieten: Bastian Vogel (tapferes Reimerlein), Lena Westreicher (U20), Katrin ohne H (Rebellin), Hierkönntemeinnamestehen (Queen), Achsojawurst (Sandra Tilg & Kapitän Leo Travoj).
Die Alten begannen mit einer geballten Kraft der Lebensweisheit.

Stefan MC Abermann spannte sein Team als Background-Chor und Beatmaschinen ein und battlerappte los, dass der Wams-Container überging. Da blieb keine Prostata klein. Team B ließ die Altherren- und -frauenwitze an sich abperlen wie ein Otter das Wasser und schickte den Vogel auf die Bühne. Bastian konterte mit Eminem und Phil Collins in Blink-Turnschuhen und hatte das Publikum auf seiner Seite.
Katrin ohne H gab die Parole aus: Wir sind unzufrieden! Ihre Rebellion kam an und es galt zwischen Amazon und Amazonas zu unterscheiden. Ihre direkte Konkurentin Laura Hybner rief zum Tanzen und Träumen auf, zum Ausbrechen aus dem gesellschaftlichen Korsett und entschied – mit Stichwort Mauerblümchen – die Runde für sich.

Silke Gruber
entführte in längst vergangene Zeiten der staatlich geförderten Atombunker, die mittlerweile Hometrainer-Abstellkammern oder Bügelzimmer sind. Es ging um Entscheidungen und ob sie lieber Fisch oder Vogel wäre, wissen wir nicht? Lena Westreicher jedenfalls bekannte ihre Zuckersucht, ihr LSD (leider sehr delikat) und bekannte überdies, mehr Waschbär, als Teenager zu sein. Alter bog Jugend. Die Team-Konfrontation Die zynischen Gossiphuren gegen Achsojawurst war ein krank gegen Pärchen-Shit, ein Liegen-Trinken-Klogehen gegen Bügelbrettspiele und ein 4:3 für die frische Luft respektive die Jugend.

Rebecca Heinrich war die Rückeroberung der Sprache ein Anliegen. Hierkönntemeinnamestehen setzte auf Kokosnüsse und einen B-Team-Chor und so ging das B-Team mit einer 15:20 Führung in die Pause.

Das Finale begann dann viel zu zach. Martin Fritz schickte Sprecher 1 und 2, Wärmelampen aus dem OBI und Eidechsen ins Rennen – ein Slam-Klassiker – es regnete Puddingtöpfe! Hierkönntemeinnamestehen bekämpfte die Kifferhymne mit Volkschullehrerinnencharme. Sie hat Kinder am liebsten im Riegel und verlieren ist grad nicht ihr Ding. Die Jugend baute also ihren Vorsprung auf und es lag an Bastian Vogel und Käthl, das Ergebnis zu besiegeln. Unterleibsinteressensgemeinschaft gegen Tintenfisch. Oh mein Gott dieser Himmel gegen Oh mein Gott diese Liebe in sieben Akten.

B beats A. Im Slamsackerl Pizzateig, eine Wendy, 3 Kilo Äpfel, geäpfelte Schokohäsinnen, viel rotes Münzgeld, auch Schweizer Franken (in Scheinen), diverse persönliche Messages in originell verdichtetem Idiom, Gutscheine und und und
Alle freuten sich (das A-Team sich ein bisschen weniger), es wurde getanzt und Sieger*innenbier getrunken, es wurde im Weli nachbesprochen und gewuzelt und alle freuen sich auf den kommenden Freitag, da gibt’s nämlich im Haus der Musik ein Orchester meets Poetry Slam und das wird heißer, symphonisch verslammter Scheiß. Be there.
Juhui: Papa Slam m,

The one and only Städtebattle

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Für Freitag, den 19. April 2019 haben wir uns etwas ganz besonderes einfallen lassen. Das interne Städtebattle: Innsbrucks A-Team gegen das B-Team.
Die Kategorisierung stammt ursprünglich vom guten alten Toni, der jetzt irgendwo in Osttirol oder Kärnten herumdoktort und traf eine Unterscheidung zwischen den alten Hasen (A) und den jungen, besseren Slammer*innen (B) – so zumindest interpretiert das Papa Slam.
Jedenfalls wird das ein gnadeloses Best-Of-Slam-Battle und für euch treten an, für das A-Team:
Laura Hybner, Silke Gruber, Rebecca Heinrich, Stefan Abermann und das Team Die zynischen Gossiphuren (Käthl & Martin Fritz);
für das B-Team:
Lena Westreicher, Katrin ohne H, Hierkönntemeinnamestehen, Bastian Vogel sowie das Team Achsojawurst (Leo & Sandra Tilg);
Das wird eine taktische Poesieschlacht der Extraklasse, lasst euch das nicht entgehen.

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 5 € (freiwillige Spenden für das Sieger*innen-Team erwünscht)
DJ: Martin Fritz
MC: Markus Köhle
Facebook-Event: Hier

Ach ja, wer alle Menschen am Foto oben erkennt und mir deren Namen mailt, bekommt zwei Freikarten:)

Schlechte Vorsätze, guter Glitzer

Die Bäume schlagen aus und der BPS schlug zu – und zwar„schian schiach“, wie man am Ende des Abends vielleicht gesagt hätte. Aber dazu später. Zehn TeilnehmerInnen hatten sich auf die offene Liste eingetragen und es wurde nicht lange gefackelt. Moderator Abermann verzichtete auf ein Opferlamm und ließ den Wettbewerb direkt beginnen. Das zahlreiche Publikum war aber von Anfang an aufmerksam, laut und liebevoll. Nica ging damit auf Startplatz eins gleich mit einem tosenden Applaus ins Rennen, kredenzte Goji-Knetmasse-Menschen im Zeitraffer und heimste dafür 20 Punkte ein. HierkönntemeinNamestehen, Local-Feature des Abends, bewegte sich klimaschädlich per Billigflieger und zeigte auf, warum die größte Hölle immer noch die Mitreisenden sind – Fun fact: Mit Flugangst kann man zur Überfliegerin werden und 24 Punkte abstauben.

Danach gab Teresa ihr Slam-Debüt und ließ sich auch von einer fliegenden Sicherung nicht aus der Ruhe bringen: Kurz wurde die Bäckerei dunkel, aber bald schon leuchteten die Handys Teresa den Weg zum Mikrofon. Teresa suchte am Viehmarkt der Dating-Apps 1 nisen Boi mit 1 fly love. Wie soll man das den Kindern erklären? Wissen wir auch nicht, aber es gab 20,5 Punkte. Ania Viero gab sich danach gewohnt energetisch und betrieb eine wirbelwindige Standortbestimmung. Cäsar hätte gesagt: „Ich bin, ich will, ich blute“ und das Stichwort „starke Frauen“ gab es ebenso wie starke 23 Punkte.

Auch Thalia K gab ihr Debüt und betrachtete die Welt im Kaleidoskop, um alle Facetten zu erkennen. Die „Aussicht war geil“ und es gab amtliche 21 Punkte. Leo hängte sich thematisch passend an und zeigte, wie sich die Inhalte ändern, wenn eh alles „normal“ ist und das Zwischenmenschliche im „Wörtersee“ untergeht. (23 Pkt.)

 

Silke kam danach zwar allein auf die Bühne, hatte aber doch Verstärkung dabei: Der Franz und der Noldi schremmten, schrauften und viechten mit der Hilti überkopf alles in Grund und Boden. Es war zwar eine Pfuschgeschichte, aber für den Text gab es finalwürdige 24 Punkte.

Katrin ohne H (auch bekannt als: Katrino H.) schüttete danach einen heterogenen Glitzerregen aus, der an allen Ufern Widerhall fand: 25,5 Punkte für ihre Ausnahmen, die keine Regel bestätigen. 

Auch Cenet Weisz gab sich selbstbestimmend, wenn auch eher auf skurrile Art und Weise: Er bestieg die Eiger Nordwand an der Nabelschnur, erkundete die Brandenberger Ache bis Spitzbergen und survivete überhaupt alles, indem er ein wenig Mutterkuchen jausnete. Das Publikum kam trotzdem auf den Geschmack und vergab 22,5 Punkte. Finale Starterin des Abends war dann Käthl,die sich mit einem Baguette durch das Dorf kämpfte, nicht grüßte, aber sehr authentische 25 Punkte bekam. Finale!

Nachdem die Vorrunde zügig vonstatten gegangen war, konnte die Pause etwas ausgedehnter ausfallen. Im Finale kreuzten dann die vier punktestärksten Slammerinnen nochmals die Füllfedern: Silke gab sich sportlich und stülpte den Softballs ihres Vertrauens-Installateurs eine Ei-Socke-y über. HierkönntemeinNamestehen hatte Vorsätze der anderen Art zu bieten, machte nichts besser, sondern lieber alles schlechter als im letzten Jahr. „Nachsatz“: Tirol – des schmeckt ma nit!

Käthl wiederum pleate mit Schwachmaten und zeigte, dass man auch scheen „stinken“ kann, und am Ende jagte Katrin ihren Hass durch den Google-Übersetzer, um ihn zu kanalisieren. „Die Lücke zwischen dem Blut ist verschwunden“, kann man nur sagen. Zwischen den vier Kandidatinnen traf das Publikum eine klare Entscheidung: HierkönntemeinNamestehen gewinnt vor Silke Gruber und auf Platz drei landen ex aequo Katrin und Käthl. Gewonnen haben aber natürlich alle irgendwie und geherzt wurde rundherum, wie es sich für einen BPS gehört. Diese Liebe gibt es auch im kommenden Monat, und das gleich als Doppleportion: einmal am 19.4.19 das BPS Karfreitagsspecial mit „A-Team gegen B-Team“ (in der Bäckerei) und dann noch das Auswärtsspiel mit dem Symphonie-Slam (im Haus der Musik) am 26.4., beides um 20 Uhr.

 

März ist der neue Mai

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„Im Märzen der Slammer die Mikros einspannt“, so heißt es bekanntlich in einem alten Kinderlied. Und darum wollen wir nicht hintanstehen und genau das tun: Am 29.3.19 um 20 Uhr ist wieder Bäckerei-Slam! Wie immer sind alle Schreibenden aufgerufen, sich (bis 19.30) in der offenen Liste einzutragen – erlaubt sind alle Arten von Texten, nur keine Requisiten und kein Gesang. Lautstark wird es aber dennoch, weil ja das beste Publikum der Welt bestimmt mit von der Partie ist. Als Local Feature begrüßen wir die wiedergenesene HierkönntemeinNamestehen, wir freuen uns aber natürlich auf alle, die kommen, auf euch, auf Lokalheroiennen und -heroen, eventuelle Überraschungsgäste und eine mathematisch kreative Moderation von Stefan Abermann.

Zum Facebook-Event.

Herz, Hirn, Hasen und Heidelbeermilch

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WM in Seefeld, Slam in der Bäckerei, zwar haben die Studis noch frei, doch scheinen schon wieder alle in der Stadt zu sein, denn um 7 zieht sich eine Slam-Fan-Schlange bis raus vor die Tür und der Straße entlang. Schön. Publikum schon mal wieder perfekt und die Slammerinnen und Slammer stehen dem natürlich um nichts nach.

Anja macht die Jingles, Rainer den Türsteher und Carmen an der Kassa später dann auch die tollen Fotos, vielen Dank an das ganze Team!

Rebecca Heinrich präsentiert sich zum Auftakt als Räubertochter immer noch. Steh auf Mädchen, öffne dich, fordert sie und wünscht: mach aus deiner Angst Poesie. Das ist ein idealer Start, ein guter Text, um alles Weitere daran zu messen.

Achsojawurst – das Team bestehend aus Sandra & Leo – hinterfragen Rollenbilder eines gleichgeschalteten Durchschnittspärchens und Bügelbrettspiele brennt sich als Stichwort ein.

King of Queer ruft auf zur Wortschatzerweiterung und hat gleich eine ganze Liste an Wörtern parat, die frauman einsetzen kann, um nicht hier nicht mal Genanntes verwenden zu müssen. Dafür erntet er die erste Welle des Abends. Oh ja, Wörter haben Einfluss.

Laura Hybner beackert in ihrem virtuellen Vorstellungsgespräch die sozialen Medien von Insta über WhatsApp (Scheiß Verräter!), Tinder und Facebook um dann im real life anzukommen.

Stefan Abermann tischt uns die Uni Mensa auf und macht daraus die Mensa Uni, will heißen, mit der Uni geht’s den Bach runter. Da hilft kein Drittmittelteller, mit der Währung ECTS ist frauman dem Bankrott geweiht.

Katrin ohne H weiß: Rot ist eine warme Farbe. Der Text ist durch und durch rot und erotisch und am Ende wunderbar Französich. Ja, wer frei sein will, muss lieben! Rein in die Armbeugenheimat Habibi.

Mike Hornyik fühlt sich gelegentlich erwachsen und diese Momente häufen sich neuerdings, er ist noch nicht reif für die Jack Wolfskin Bauchtasche und auch kein rudelpubertierender Paradiesvogel mehr aber Barkeeper, Bademeister und Powi-Bachelor. Das reicht fürs Finale.

Silke Gruber stellt dem Geist von Karl Lagerfeld Fragen zum Leben und schlüpft dabei in die unterschiedlichsten Rollen. Die Antworten Karls sind noch rar und in rätseln und der Grat zwischen Espresso macchiato und Saurer Wurst bekanntlich schmal. Gut georakelt Silke!

Bastian Vogel ist der Überzeugung: Sarkasmus hilft! Außerdem helfen die drei Hs: Herz, Hirn, Humor und Geld. Und schön, dass frauman mit Hardcovers im Bücherregal noch Eindruck machen kann. Knapp an der Welle vorbei aber im Finale!

Tony Falcony lässt das Publikum den Rhythmus klatschen, strapazierte Zeit, Regeln und Nerven aber „Baby so is Lebn“. Somit kommt das gesamte Spektrum der Jurynoten in dieser Vorrunde zum Einsatz und Achsojawurst, Mike Hornyik, Bastian Vogel und King of Queer bestreiten das Finale.

Machen wir es schnell: Achsojawurst lassen einen Alien landen und verwenden schöne Wörter wie Leberkäskrapfen und Fidget Spinner. Mike Hornyik beklagt sich über all die Liebe, die er als Kind von seinen Eltern kriegte, was zu seiner Slam-Rebellion führte. Bastian Vogel zückt drei arge Gedichte, die aber schon auch fett sind und vielleicht hat er den Wal bereut. King of Queer schließlich beschäftigt sich mit der Männlichkeit und hinterfragt all die Rollenbilder (was ein guter Abschluss und fast eine ideale thematische Klammer ergibt, weil Achsojawurst in der Vorrunde ja das Pärchenverhalten aufblattelten).

In Summe alles mehr Kotflügel als Geflügelkot. Es geht ans Klatschen. Achsojawurst und Bastian Vogel teilen sich den dritten Platz und belohnen sich mit einer Kerze und dem zarten Duft von Rampenlicht. King of Queer nimmt einen Hasen und Heidelbeermilch mit nach Linz und die gut gefüllten Slambeutel und das Siegerbier wandern in die Hände von Mike Hornyik und in der Folge dann nach Wien.

Danach wird noch ein wenig gezappelt (andere sagen line-dance dazu, Danke Coach Stefan), gewuzelt (Bravo Leo) und getrunken (Danke ALLE). Papa Slam ist very amused.
Juhui

m,

Wenn unser Kanzler ein Monat wäre, dann wär er der Feber

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Kann schon sein, dass Ihr alle auf Winterfrische seid und euch in diversen Thermen ganzkörperentschlackt. Kann aber auch sein, dass euch dieser Februar viel zu ereignis- und terminlos ist. Ist dem so, können wir helfen. Denn selbstverständlich wird auch im Februar in der Bäckerei geslammt und zwar am Freitag, den 22. 2. Das ist ein schönes Datum und es wird auch ein schönes Line-up geben. Dafür sorgen schon allein die zwei aus Wien und Linz angereisten Gäste: King of Queer (in floralem Profil) und Mike Hornyik (hier hat er noch leicht lachen).

Zum Ablauf brauchen hier wohl kaum mehr Worte verloren werden: offene Liste, kommt, macht mit, schreibt, lest vor, habt Spaß und nehmt Freund_innen und Verwandtschaft mit.
Einlass: 19 Uhr
Eintritt: 5 € (Spenden aller Art fürs Sieger_innen-Sackerl erwünscht)
Anmeldung bis 19 Uhr 30
Beginn: 20 Uhr

DJ: Käthl
MC Markus Köhle
Wir freu’n uns – Juhui!